Wie findest du diesen Fakt?
Wenn Außerirdische auf der Erde leben, dann vermutlich im Meer und mit acht Armen. Der Oktopus bricht so ziemlich jede Regel, die wir von Tieren kennen. Er gehört zu den Kopffüßern, einer Gruppe von Weichtieren. Seine nächsten Verwandten sind also eher Schnecken und Muscheln als Fische.
Drei Herzen statt einem
Zwei kleine Herzen pumpen Blut durch die Kiemen, ein großes versorgt den Rest des Körpers. Das Kuriose: Das große Herz hört auf zu schlagen, wenn der Oktopus schwimmt. Schwimmen ist für ihn deshalb ziemlich anstrengend. Kein Wunder, dass er lieber über den Meeresboden krabbelt.
Blaues Blut, wirklich
Unser Blut ist rot, weil es Eisen enthält. Oktopus-Blut transportiert Sauerstoff mit einem Molekül namens Hämocyanin, und das enthält Kupfer. Ergebnis: Das Blut ist blau. In kaltem, sauerstoffarmem Wasser funktioniert das sogar besser als unser System.
Die Arme denken mit
Ein Oktopus hat rund 500 Millionen Nervenzellen, ungefähr so viele wie ein Hund. Aber etwa zwei Drittel davon sitzen in den Armen, nicht im Kopf. Jeder Arm kann tasten, schmecken und teilweise selbstständig entscheiden, was er greift. Man kann sich das vorstellen wie acht Mitbewohner, die sich nur grob absprechen.
Ein Oktopus-Arm, der abgetrennt wurde, kann noch eine Zeit lang auf Berührungen reagieren und nach Futter greifen.
Als wäre das nicht genug: Oktopusse können ihre Farbe und sogar die Struktur ihrer Haut in Sekundenbruchteilen ändern, obwohl sie vermutlich farbenblind sind. Wie sie das genau schaffen, ist bis heute nicht vollständig geklärt.
Calamari sind übrigens Kalmare, keine Oktopusse. Schräge Tiere sind sie trotzdem.