Und ja, das stimmt wirklich.

Natur
WTF?!
Natur Fakt #002

Dieser Krebs boxt mit 83 km/h und hat bis zu 16 Farbkanäle

Fangschreckenkrebse schlagen so schnell zu, dass das Wasser Blasen wirft, und unterscheiden Farben trotz bis zu 16 Farbkanälen schlechter als du.

19. August 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

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Dieser Krebs boxt mit ___ km/h und hat bis zu 16 Farbkanäle

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Er sieht aus wie ein bunter Hummer aus einem Videospiel und hat vermutlich die gefährlichste Faust im Meer. Fangschreckenkrebse sind kleine Räuber aus warmen Meeren, und an ihnen ist so ziemlich alles extrem. Selbst ihr größtes Talent hat einen überraschenden Haken.

Ein Schlag mit Nachbeben

Manche Arten haben keulenartige Fangbeine, mit denen sie Schnecken, Muscheln und Krebse knacken. Diese Hammerarme schnellen mit 23 Metern pro Sekunde nach vorn. Das sind rund 83 km/h, unter Wasser und aus dem Stand.

Weil das so schnell geht, entsteht hinter dem Arm ein Unterdruck. Das Wasser bildet winzige Dampfbläschen, die sofort wieder in sich zusammenfallen. Das nennt man Kavitation. Die implodierenden Bläschen setzen dabei jede Menge Energie frei. Die Beute kassiert also quasi zwei Treffer: den Schlag selbst und die Blasen direkt danach.

Augen mit bis zu 16 Farbkanälen

Wir Menschen sehen Farben mit 3 Typen von Fotorezeptoren. Fangschreckenkrebse haben 12 oder mehr, manche Arten bis zu 16 Farbkanäle, einige davon im UV-Bereich. Dazu erkennen sie polarisiertes Licht, das für uns unsichtbar ist.

Klingt nach dem ultimativen Farbsehen. Ist es aber offenbar nicht.

Viele Sensoren, wenig Feingefühl

2014 testeten Forschende der University of Queensland, wie gut die Tiere ähnliche Farbtöne auseinanderhalten. Ergebnis: überraschend schlecht, sogar schlechter als wir Menschen. Die Studie erschien im Fachjournal Science.

Die Erklärung der Forschenden: Unser Gehirn vergleicht die Signale weniger Rezeptoren und rechnet daraus feinste Farbabstufungen. Der Krebs macht das offenbar anders. Er scannt seine Umgebung mit Augenbewegungen und erkennt eine Farbe direkt daran, welche seiner vielen Rezeptoren anspringen. Ein bisschen wie ein Barcode-Scanner. Das ist weniger präzise, dafür aber schnell. Im Korallenriff, wo jede Sekunde über Fressen oder Gefressenwerden entscheidet, lohnt sich dieser Deal.

Die Augen sitzen auf Stielen, bewegen sich unabhängig voneinander, und jedes einzelne Auge kann für sich allein räumlich sehen.

Mehr Hardware heißt also nicht automatisch bessere Bilder. Manchmal heißt es einfach: schneller entscheiden.

Die Beweise

  1. 1Wikipedia: Fangschreckenkrebse
  2. 2Phys.org: Study finds mantis shrimp process vision differently than other organisms
  3. 3UC Berkeley News: Mantis shrimp may have swiftest kick in the animal kingdom

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine