Und ja, das stimmt wirklich.

Natur
WTF?!
Natur Fakt #276

Dieser Baum sprengt seine eigenen Früchte, und laut einer Messung fliegen die Samen mit bis zu 250 km/h davon

Ist die Frucht des Sandbüchsenbaums (Hura crepitans) reif, platzt sie auseinander und schießt ihre Samen heraus. Bei einer Messung von 1977 erreichten sie bis zu etwa 70 Meter pro Sekunde, also rund 250 km/h.

27. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

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Welche Zahl gehört in die Lücke?

Dieser Baum sprengt seine eigenen Früchte, und laut einer Messung fliegen die Samen mit bis zu ___ km/h davon

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Stell dir einen Baum vor, der nicht darauf wartet, dass jemand seine Samen verteilt. Er sprengt seine Früchte einfach. Das ist der Sandbüchsenbaum, Hura crepitans, auf Englisch auch „dynamite tree“ genannt.

Ein Baum, den du nicht umarmen willst

Der Sandbüchsenbaum wächst in den amerikanischen Tropen und kann im Wald 60 Meter hoch werden. Sein Stamm ist mit spitzen Dornen besetzt, und sein milchiger Saft ist giftig. So weit, so unfreundlich.

Die eigentliche Show ist die Frucht. Sie ist etwa 6 Zentimeter breit und besteht aus 12 bis 16 Segmenten, ein bisschen wie ein Mini-Kürbis aus Spalten. Ist sie reif, platzt die Kapsel auseinander, und die Samen fliegen in alle Richtungen.

Schnell, weit und mit Rückwärtsdrall

1977 maßen Forschende Startgeschwindigkeiten von bis zu 70 Metern pro Sekunde, rund 250 km/h, im Schnitt waren es 43 Meter pro Sekunde. Die Samen landeten bis zu 45 Meter vom Baum entfernt.

Mehr als 40 Jahre später filmte ein Team in Costa Rica explodierende Früchte mit 2.000 Bildern pro Sekunde und entdeckte etwas, das den älteren Messungen entgangen war: Die Samen fliegen mit Rückwärtsdrall, nicht mit Vorwärtsdrall, wie man angenommen hatte. Sie drehen sich etwa 80-mal pro Sekunde. Wie eine CD, die du mit Schwung wirfst, bleibt ein Samen mit Rückwärtsdrall stabil in der Luft und behält eine Lage mit wenig Luftwiderstand. Laut dem Modell des Teams käme ein Samen mit 43 Metern pro Sekunde und Rückwärtsdrall etwa 41 Meter weit, ein taumelnder nur etwa 17 Meter.

Ihr eigenes Video zeigte nur etwa 13 Meter pro Sekunde. Den Grund vermuten die Forschenden selbst: Ihre Früchte hatten im Gefrierschrank gelegen, was die Explosion wohl abgeschwächt hat. Für Explosionen in der Natur halten sie die älteren, schnelleren Werte für genauer.

Bonusfakt: Der Name „Sandbüchsenbaum“ stammt aus der Zeit vor modernen Stiften. Man schnitt unreife Kapseln in der Mitte durch und nutzte sie als Büchsen für Sand, mit dem man nasse Tinte trocknete.

Wenn dieser Baum also seine Früchte loswird, lässt er sie nicht fallen. Er feuert sie ab.

Die Beweise

  1. 1Discover Wildlife: Its fruits explode when ripe, firing toxic seeds in all directions at speeds of up 160mph…
  2. 2Putting a New Spin on the Flight of Jabillo Seeds (Ribera, Desai, Whitaker)
  3. 3Wikipedia: Hura crepitans

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine