Wie findest du diesen Fakt?
Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt. Doch es gibt einen Ort, der tiefer hinabreicht, als der Everest hoch ist: das Challengertief im Pazifik.
Tiefer als jeder Berg hoch
Das Challengertief liegt am südlichen Ende des Marianengrabens im westlichen Pazifik. Laut Live Science ergab eine Messung der US-Behörde NOAA im Jahr 2021 eine Tiefe von rund 10.935 Metern. Das sind fast 11 Kilometer.
Der Mount Everest ist laut EarthDate 8.848 Meter hoch. Würde man ihn also ins Challengertief stellen, läge sein Gipfel immer noch mehr als 2 Kilometer unter der Wasseroberfläche. Live Science gibt den Unterschied mit rund 2.100 Metern an.
Ein Druck wie unter Elefanten
Am Grund des Grabens ist es nicht nur stockdunkel und kalt. Laut Live Science herrscht dort ein Druck von über 1.000 Atmosphären, also mehr als tausendmal so viel wie an der Oberfläche. Ein normales U-Boot würde dabei zerquetscht werden.
Trotzdem waren Menschen schon dort unten. Am 23. Januar 1960 tauchten Jacques Piccard und Don Walsh mit dem Tauchboot „Trieste“ bis zum Grund. Fast 52 Jahre später, am 26. März 2012, schaffte es der Regisseur James Cameron allein in einem eigens gebauten Tauchboot.
Bonusfakt: Die genaue Tiefe ist gar nicht so leicht zu messen. Laut Live Science braucht ein Sonarsignal rund 14 Sekunden bis zum Grund und zurück. Weil Salzgehalt, Temperatur und Druck den Schall verändern, ist die Messung nur auf etwa 25 Meter genau.
Damit gehört der Grund des Challengertiefs zu den am wenigsten besuchten Orten der Erde. Auf dem Gipfel des Everest standen schon Tausende Menschen, am tiefsten Punkt des Meeres nur vergleichsweise wenige.
Ein Tauchgang bis zum Boden im Schwimmbad schafft vielleicht 3 Meter. Bis zum Grund des Challengertiefs fehlen dann nur noch rund 10.932.