Wie findest du diesen Fakt?
Den Puls eines Blauwals zu messen, ist schwieriger, als es klingt. Man kann das größte Tier der Welt schlecht bitten, mal kurz stillzuhalten. Trotzdem ist es Forschenden 2019 zum ersten Mal gelungen.
Ein Messgerät mit Saugnäpfen
Laut Live Science befestigte ein Team in der Monterey Bay in Kalifornien ein Messgerät mit Saugnäpfen am Körper eines Blauwals. Das klappte laut Live Science gleich beim ersten Versuch, was bei einem so riesigen und schnellen Tier keine Selbstverständlichkeit ist. Die Ergebnisse erschienen am 25. November 2019 in der Fachzeitschrift PNAS.
Laut ScienceAlert sammelte das Gerät rund neun Stunden lang Daten. Der Wal war etwa 22 Meter lang.
Fast Stillstand, dann Vollgas
Das Ergebnis überraschte die Forschenden. Während der Wal tauchte, sank sein Herzschlag laut Live Science auf nur 2 Schläge pro Minute. Normal waren beim Tauchen laut ScienceAlert vier bis acht Schläge pro Minute.
Tauchte er wieder auf, um Luft zu holen, raste das Herz auf bis zu 37 Schläge pro Minute. Laut Live Science bringt schon das einfache Fressen das Herz des Wals womöglich an seine körperlichen Grenzen.
Ein Tauchgang dauerte bis zu 16,5 Minuten und ging bis in 184 Meter Tiefe. In dieser Zeit jagte der Wal unter Wasser nach Futter.
Bonusfakt: Laut Live Science wiegt das Herz eines Blauwals etwa 180 Kilogramm. Das ist ungefähr so viel wie zwei bis drei erwachsene Menschen zusammen, und es ist etwa so groß wie ein Golfwagen.
Warum schlägt das Herz beim Tauchen so langsam? So spart der Wal Sauerstoff. Das Blut versorgt dann vor allem die wichtigsten Organe, und der Wal kann länger unter Wasser bleiben.
Zum Vergleich: Ein menschliches Herz schlägt in Ruhe ungefähr 60 bis 80 Mal pro Minute. Der Blauwal kommt in der Tiefe mit einem Bruchteil davon aus und ist trotzdem das größte Tier, das je gelebt hat.