Wie findest du diesen Fakt?
Wenn es um Sauerstoff geht, denken die meisten an Wälder. Bäume sind wichtig, keine Frage. Doch ein großer Teil der Luft, die wir atmen, kommt aus einer ganz anderen Richtung: aus dem Ozean.
Winzige Sauerstofffabriken
Laut der US-Behörde NOAA wird etwa die Hälfte des Sauerstoffs auf der Erde im Meer produziert. Verantwortlich dafür sind keine großen Pflanzen, sondern vor allem Phytoplankton. Das sind winzige Lebewesen, die im Wasser treiben und mit Sonnenlicht Photosynthese betreiben, genau wie Pflanzen an Land.
Die Website EarthSky nennt sogar eine Spanne von 50 bis 80 Prozent. Die genaue Zahl ist schwer zu bestimmen, weil sich Plankton je nach Jahreszeit, Wasser und Nährstoffen stark verändert.
Ein Bakterium mit großer Wirkung
Ein besonderer Star ist laut NOAA ein winziges Bakterium namens Prochlorococcus. Laut NOAA ist es der kleinste Organismus der Erde, der Photosynthese betreibt. Trotzdem produziert es laut NOAA bis zu 20 Prozent des Sauerstoffs in der gesamten Biosphäre.
Allerdings gibt es einen Haken. Laut NOAA verbraucht das Leben im Meer selbst ungefähr so viel Sauerstoff, wie dort produziert wird. Fische, Tiere und Bakterien, die abgestorbenes Plankton zersetzen, brauchen ihn ebenfalls.
Bonusfakt: Wenn große Algenblüten absterben, kann ihre Zersetzung laut NOAA mehr Sauerstoff verbrauchen, als nachkommt. So entstehen sauerstoffarme „Todeszonen“, in denen die meisten Meerestiere nicht überleben können.
Das zeigt, wie eng Meer und Atmosphäre zusammenhängen. Was mit dem Plankton passiert, etwa durch wärmeres Wasser, hat Folgen für die ganze Erde.
Wer also am Strand tief durchatmet, darf sich ruhig bei ein paar Milliarden winziger Meeresbewohner bedanken. Sie arbeiten rund um die Uhr, und kein einziges davon ist größer als ein Staubkorn.