Wie findest du diesen Fakt?
Im Sommer 1997 hörten Forschende im Pazifik etwas, das sie sich nicht erklären konnten. Ein tiefes, anschwellendes Geräusch, das sie „Bloop“ nannten.
Ein Geräusch quer über den Ozean
Die US-Behörde NOAA überwacht den Ozean mit Unterwassermikrofonen, sogenannten Hydrofonen. Laut NOAA wurde der Bloop von mehreren dieser Geräte aufgefangen, die mehr als 3.219 Kilometer voneinander entfernt waren. So weit reicht kaum ein Geräusch.
Laut ScienceAlert dauerte der Bloop etwa eine Minute. Er klang ähnlich wie Laute von Tieren, war aber viel lauter als alles, was man von Meerestieren kannte. Kein Wunder, dass schnell Spekulationen auftauchten: Gab es in der Tiefsee ein riesiges unbekanntes Lebewesen?
Die Auflösung
Die Antwort war weniger gruselig, aber trotzdem spannend. Laut NOAA stammte der Bloop von einem Eisbeben. So nennt man das Geräusch, das entsteht, wenn große Eisberge brechen oder sich riesige Eisstücke von Gletschern in der Antarktis lösen.
Laut ScienceAlert kam NOAA der Sache 2005 auf die Spur, bei akustischen Messungen vor der Antarktis südlich von Südamerika. Laut ScienceAlert war die Sache spätestens 2011 endgültig geklärt. Bis dahin hatte das Rätsel rund 8 Jahre lang Fans von Seeungeheuern beschäftigt.
Bonusfakt: Laut ScienceAlert war der Bloop eines der lautesten Unterwassergeräusche, die je aufgezeichnet wurden. Vermutet wurden vorher unter anderem Militärübungen, Schiffe, ein Riesenkalmar und Blauwale.
Schall reist im Wasser deutlich weiter als in der Luft. Deshalb können Hydrofone Ereignisse aufzeichnen, die viele Tausend Kilometer entfernt passieren, etwa Erdbeben, Wale oder eben brechendes Eis.
Ein Monster war es also nicht. Aber ein Eisberg, dessen Knacken man über einen halben Ozean hinweg hören kann, ist eigentlich auch ziemlich beeindruckend.