Wie findest du diesen Fakt?
Schließ die Augen und denk an Star Wars. Wahrscheinlich hörst du zuerst dieses tiefe, summende Wmmm. Klingt nach purer Science-Fiction, kommt aber aus einem Raum voller alter Kinotechnik.
Ein Job im Vorführraum
Vor Star Wars studierte Ben Burtt Film an der University of Southern California und jobbte dort als Filmvorführer im Uni-Kino. Im Interview mit dem US-Sender NPR erzählte er von einem Motor im Vorführraum, der im Leerlauf angenehm vor sich hin summte. Burtt nahm ihn auf. Laut Mental Floss standen dort Simplex-Projektoren, deren zwei Motortöne leicht schwankten und sich vermischten, was Burtt beruhigend fand.
Auf StarWars.com heißt es, das Lichtschwert sei das allererste Geräusch gewesen, das Burtt für die Filme gebaut hat. Das Summen beruhe zum Teil auf „einem alten Motor an einem Projektor der Filmabteilung der USC“.
Das kaputte Kabel, das den Rest erledigte
Die zweite Zutat war ein Zufall. Laut Burtt fing ein Mikrofon mit kaputtem Kabel das Brummen eines Fernsehers in der Nähe ein, ein „funkelndes, wütendes Surren“, wie er es nannte. Er hob dieses Bildröhren-Brummen auf und mischte es mit dem Projektormotor. Summen plus Brummen: Fertig war der Grundsound des Lichtschwerts.
Damit die Klingen beim Schwingen richtig klingen, spielte Burtt den Sound über einen Lautsprecher ab und schwenkte davor ein Mikrofon durch die Luft. Weil sich das Mikro bewegte, verschob sich die Tonhöhe, und genau das gab jedem Hieb sein typisches Wusch. Kein Computer, nur ein bewegtes Mikro und viel Geduld.
Bonusfakt: Laut StarWars.com wurde Chewbaccas Stimme aus Aufnahmen von Tieren wie Bären, Dachsen und Walrossen zusammengeschnitten, sortiert nach Gefühlslage.
Das berühmteste Waffengeräusch der Filmgeschichte ist im Grunde ein gelangweilter Projektor plus ein Fernseher am falschen Ort.