Und ja, das stimmt wirklich.

Sprache
WTF?!
Sprache Fakt #045

„OK“ begann 1839 als Witz über falsche Rechtschreibung

„OK“ steht für „oll korrect“, eine absichtlich falsch geschriebene Version von „all correct“, zuerst gedruckt 1839 in einer Bostoner Zeitung.

9. September 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

Erst raten, dann lesen

Welche Zahl gehört in die Lücke?

„OK“ begann ___ als Witz über falsche Rechtschreibung

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Du sagst es wahrscheinlich mehrmals am Tag, und es funktioniert von Berlin bis Tokio. „OK“ ist eines der am weitesten verbreiteten Wörter überhaupt. Dabei fing es als ziemlich alberner Gag an.

Ein Trend aus Boston

In den späten 1830er-Jahren war in den USA, vor allem rund um Boston, ein Sprachtrend angesagt: Man kürzte Ausdrücke ab und schrieb sie dabei absichtlich falsch. Aus „know go“ statt „no go“ wurde „KG“, aus „know yuse“ statt „no use“ wurde „KY“, aus „oll wright“ statt „all right“ wurde „OW“. Eine Art Rechtschreib-Meme des 19. Jahrhunderts.

Am 23. März 1839 druckte die Zeitung „Boston Morning Post“ dann das Kürzel „o.k.“, gemeint war „oll korrect“, also „all correct“, mit Absicht falsch geschrieben. Verantwortlich war Herausgeber Charles Gordon Greene. Es ist der früheste bekannte gedruckte Beleg für das Wort.

Ein Wahlkampf rettete das Wort

Die meisten dieser Witz-Abkürzungen waren schnell wieder verschwunden. „OK“ hatte Glück: 1840 trat Präsident Martin Van Buren zur Wiederwahl an. Er stammte aus Kinderhook im Bundesstaat New York und trug den Spitznamen „Old Kinderhook“. Seine Unterstützer gründeten einen „O.K. Club“, und plötzlich war das Kürzel überall zu sehen.

Danach half die Technik: Laut Farmers’ Almanac verbreitete sich „OK“ auch über den Telegrafen, weil es kurz, eindeutig und leicht zu übermitteln war. Außerdem eignete es sich perfekt, um auf Dokumenten schnell ein Einverständnis zu vermerken.

Der Sprachdetektiv

Dass „OK“ aus Boston stammt, wissen wir vor allem dank des Sprachforschers Allen Walker Read. Er grub sich in den 1960er-Jahren durch alte Zeitungen und fand den Beleg von 1839. Damit waren viele andere Theorien erledigt, etwa dass „OK“ aus der Sprache der Choctaw oder aus dem Griechischen stamme. Für keine davon gibt es Belege, die älter sind als der Bostoner Zeitungsartikel.

US-Präsident Woodrow Wilson soll das Wort als „okeh“ geschrieben haben, weil er an die Choctaw-Theorie glaubte.

Das erfolgreichste Kürzel der Welt ist also ein Rechtschreibfehler mit Absicht.

Die Beweise

  1. 1History.com: 'OK' enters national vernacular
  2. 2Farmers' Almanac: The Truth About the Origin of OK: A New England Joke
  3. 3Etymonline: OK - Etymology, Origin & Meaning of the Name

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine