Wie findest du diesen Fakt?
Die blau-gelbe Dose in deiner Garage hat einen Namen, der wie ein Geheimcode klingt. In Wahrheit ist er einfach ein Laborergebnis.
Drei Leute, ein kleines Labor
1953 bestand die Rocket Chemical Company in San Diego, Kalifornien, aus gerade mal drei Leuten. In einem kleinen Labor wollten sie Rostschutzmittel und Entfetter für die Luft- und Raumfahrtindustrie entwickeln. Gesucht war eine Formel, die Wasser von Metall verdrängt.
Bis es klappte, brauchten sie 40 Versuche. Daher kommt der Name: WD steht für „Water Displacement“, also Wasserverdrängung, und die 40 für den Versuch, der endlich funktionierte.
Gebaut für Raketen, mitgenommen nach Hause
Als Erstes setzte es Convair ein, ein Luft- und Raumfahrtunternehmen in San Diego, und schützte damit die Außenhaut der Atlas-Rakete vor Rost und Korrosion. Laut der Firmengeschichte wirkte das Zeug so gut, dass mehrere Angestellte Dosen mit nach Hause nahmen.
Gründer Norm Larsen erkannte das Potenzial. Er testete das Mittel in Sprühdosen, weil er dachte, dass auch ganz normale Leute es zu Hause gebrauchen könnten. 1958 stand WD-40 zum ersten Mal in Läden in San Diego im Regal.
Die Firma blieb erst mal winzig. 1960 war sie auf gerade einmal sieben Leute gewachsen, die im Schnitt 45 Kartons am Tag an Baumärkte und Sportgeschäfte rund um San Diego verkauften, direkt aus dem Kofferraum ihrer Autos. 1969 legte Rocket Chemical den alten Namen ab und benannte sich nach seinem einzigen Produkt: WD-40 Company.
Bonusfakt: Laut Firmenangaben stand WD-40 im Jahr 1993 in 4 von 5 US-Haushalten, und pro Woche wurden mehr als eine Million Dosen verkauft.
Und das alles nur, weil ein Team nach Versuch 39 nicht aufgegeben hat.