Wie findest du diesen Fakt?
LEGO klingt nach Kunstwort, nach Marketingabteilung und Logo-Agentur. In Wahrheit hat sich ein Tischler aus einem kleinen dänischen Ort den Namen selbst ausgedacht, lange bevor es den ersten Plastikstein gab.
Ein Tischler in der Krise
Ole Kirk Kristiansen war Tischlermeister in Billund in Dänemark. Laut LEGO stellte er 1932, mitten in der Weltwirtschaftskrise, auf Holzspielzeug und kleine Haushaltsgegenstände um. Laut dem Lemelson-Programm des MIT verkaufte seine Werkstatt auch Trittleitern und Bügelbretter. Die erste Spielzeugkollektion umfasste laut LEGO 36 Teile, darunter Autos, Flugzeuge und Jo-Jos.
Zwei Wörter, ein Name
Den Namen erfand Ole Kirk selbst. Er zog die dänischen Wörter „leg godt“ zusammen, auf Deutsch „spiel gut“. Wann genau, ist gar nicht so eindeutig: Viele Darstellungen nennen 1934. LEGO selbst schreibt in einem Artikel von 2026, der Name tauche Anfang 1936 erstmals in Firmendokumenten auf und sei im Januar desselben Jahres zum offiziellen Firmennamen geworden.
Jetzt kommt der schräge Teil: „lego“ ist auch ein lateinisches Wort und lässt sich laut LEGO mit „ich sammle“ übersetzen. Laut MIT kann es auch „ich setze zusammen“ heißen. Klingt wie geplant, ist aber Zufall, denn den Namen gab es vor den Bausteinen.
Die ersten Steine waren kein Hit
1949 brachte die Firma ihre ersten Plastikprodukte heraus, darunter einen Baukasten namens „Automatic Binding Bricks“. Die Steine wurden zunächst nur in Dänemark verkauft. Laut LEGO liefen sie ganz ordentlich, waren aber nicht das erfolgreichste Plastikspielzeug der Firma. Das war ein Ferguson-Traktor.
Erst 1958 ließ LEGO das Stecksystem mit Noppen und Röhren patentieren, das die Steine so fest zusammenhält. Ole Kirk Kristiansen starb im selben Jahr.
Bonusfakt: Laut MIT brannte die Fabrik 1944 ab, und Ole Kirk baute sie bis 1947 wieder auf.
Eine der bekanntesten Spielzeugmarken der Welt ist also nach einem Ratschlag benannt. Und der passt bis heute.