Wie findest du diesen Fakt?
Jedes Mal, wenn du Kopfhörer koppelst, sagst du den Spitznamen eines Wikingerkönigs. Klingt nach Erfindung, ist aber offiziell so.
Ein König mit blauem Zahn
Harald Gormsson war im 10. Jahrhundert König von Dänemark. Laut der Bluetooth Special Interest Group (SIG), die den Standard verwaltet, vereinte er Dänemark und Norwegen. Seinen Beinamen „Blauzahn“, englisch „Bluetooth“, bekam er wahrscheinlich wegen eines abgestorbenen Zahns, der dunkel blaugrau aussah. Laut Gizmodo glauben das viele Fachleute, ganz sicher ist es aber nicht.
Wie ein Wikingerbuch zum Funkstandard wurde
Mitte der 1990er arbeiteten Intel, Ericsson und Nokia an einem gemeinsamen Funkstandard für kurze Strecken. Dafür brauchte das Projekt einen Codenamen. Laut Gizmodo hatte der Ericsson-Ingenieur Sven Mattisson einen Roman über Wikinger gelesen, „Die Abenteuer des Röde Orm“ von Frans G. Bengtsson, und erzählte dem Intel-Ingenieur Jim Kardach davon.
Kardach schlug daraufhin „Bluetooth“ vor. Laut Bluetooth SIG begründete er das so: Harald sei berühmt dafür, Skandinavien vereint zu haben, so wie man die PC- und die Mobilfunkbranche vereinen wollte.
Der Platzhalter, der blieb
Der Name war laut Bluetooth SIG nur als Platzhalter gedacht, bis das Marketing etwas Besseres findet. Im Rennen waren „RadioWire“ und „PAN“ für Personal Area Networking. PAN war der Favorit, hatte im Internet aber schon Zehntausende Treffer. Für RadioWire wurde die Markenprüfung nicht rechtzeitig fertig. Also blieb es bei Bluetooth.
Bonusfakt: Das Bluetooth-Logo ist eine sogenannte Binderune aus den Runen Hagall und Bjarkan, den Initialen H und B von Harald Blauzahn.
Ein König, der seit über tausend Jahren tot ist, verbindet heute deine Kopfhörer mit deinem Handy. Nicht schlecht für einen Arbeitstitel.