Und ja, das stimmt wirklich.

Körper
WTF?!
Körper Fakt #024

Du leuchtest im Dunkeln, nur 1000-mal zu schwach fürs Auge

Dein Körper sendet ständig ein winziges bisschen Licht aus, aber 1000-mal zu schwach, als dass du es sehen könntest.

29. August 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

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Welche Zahl gehört in die Lücke?

Du leuchtest im Dunkeln, nur ___-mal zu schwach fürs Auge

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Glühwürmchen, Tiefseefische, leuchtende Pilze: Wir denken bei Biolumineszenz an exotische Lebewesen. Dabei leuchtest du selbst. Gerade jetzt. Nur eben so schwach, dass dein eigenes Auge keine Chance hat.

Eine Kamera, die fast nichts sieht und trotzdem alles

2009 veröffentlichten die japanischen Forscher Masaki Kobayashi, Daisuke Kikuchi und Hitoshi Okamura eine Studie im Fachjournal PLOS ONE. Sie setzten fünf gesunde Männer in ihren Zwanzigern vor eine extrem empfindliche CCD-Kamera, die auf minus 120 Grad Celsius gekühlt wurde. Das Ergebnis: Der menschliche Körper strahlt Licht ab, aber rund 1000-mal schwächer, als unsere Augen wahrnehmen können.

Am hellsten war das Gesicht, vor allem die Wangen und die Partie rund um den Mund. Die Augenpartie und der restliche Körper glimmten schwächer.

Dein Glow hat einen Tagesrhythmus

Die Forscher filmten ihre Probanden zu verschiedenen Tageszeiten, und das Leuchten war nicht immer gleich. Morgens war es schwach, im Lauf des Tages wurde es stärker und erreichte am späten Nachmittag gegen 16 Uhr seinen Höhepunkt. An den Wangen war es dann etwa doppelt so hell wie um 10 Uhr morgens.

Interessant: Das Leuchten verlief gegenläufig zum Stresshormon Cortisol. Die Forscher vermuten deshalb, dass die innere Uhr über den Stoffwechsel mitbestimmt, wie stark wir glimmen.

Woher das Licht kommt

Die Quelle ist keine Leuchtzelle wie beim Glühwürmchen, sondern ganz normaler Stoffwechsel. Dabei entstehen freie Radikale, also besonders reaktionsfreudige Moleküle. Bei ihren chemischen Reaktionen werden manche Moleküle kurz in einen angeregten Zustand versetzt. Fallen sie zurück, geben sie die Energie als winziges Lichtteilchen ab, als Photon.

Fachleute nennen dieses Phänomen ultraschwache Photonenemission. Sie kommt nicht nur bei Menschen vor, sondern bei vielen Lebewesen.

Laut Wikipedia geben Gewebe dabei grob 1 bis 1000 Photonen pro Quadratzentimeter und Sekunde ab. Eine Schreibtischlampe schafft unvorstellbar viel mehr.

Du bist also keine Glühbirne. Aber ein bisschen Licht steckt in dir, und am meisten davon um 4 Uhr nachmittags.

Die Beweise

  1. 1PLOS ONE: Imaging of Ultraweak Spontaneous Photon Emission from Human Body Displaying Diurnal Rhythm
  2. 2Wikipedia: Biophoton
  3. 3NBC News: Humans glow in visible light

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine