Wie findest du diesen Fakt?
Der Mars heißt der rote Planet, und tagsüber passt das auch: Sein Himmel wirkt eher rötlich bis bräunlich. Aber sobald die Sonne untergeht, dreht er die Farben einfach um.
Ein Sonnenuntergang in Blau
Am 15. April 2015 hat der NASA-Rover Curiosity im Gale-Krater einen Sonnenuntergang in Farbe aufgenommen, über sieben Minuten hinweg. Das Ergebnis: Rund um die untergehende Sonne leuchtet der Himmel bläulich, ein kühler Schein, wie man ihn von der Erde überhaupt nicht kennt.
Curiosity war dabei kein Einzelfall. Laut IFLScience haben auch die Rover Spirit und Opportunity blaue Sonnenuntergänge auf dem Mars festgehalten.
Schuld ist der Staub
Bei uns wird es abends rot, weil die Moleküle in der Luft vor allem blaues Licht in alle Richtungen streuen. Wenn die Sonne tief steht, muss ihr Licht einen langen Weg durch die Atmosphäre nehmen. Das Blaue geht unterwegs verloren, das Rote kommt bei dir an.
Auf dem Mars ist die Luft extrem dünn, laut IFLScience beträgt der Druck nur etwa 1 Prozent von dem auf der Erde. Dafür schwebt dort jede Menge feiner Staub. Und dieser Staub verhält sich anders als unsere Luft: Laut NASA lässt er blaues Licht effizienter durch die Atmosphäre als rotes. Rotes Licht wird also eher herausgestreut, und je tiefer die Sonne steht, desto deutlicher bleibt nahe der Sonne ein blauer Schimmer übrig.
Tagsüber sorgt derselbe Staub dafür, dass der Marshimmel rötlich aussieht. Ein Planet, zwei Farbschemata, je nach Uhrzeit.
Bonusfakt: Staub in der Marsatmosphäre ist laut NASA vor allem im Marsfrühling häufig, dann ist der blaue Effekt besonders gut zu sehen.
Rot ist auf dem Mars nur die Tagesschicht.