Wie findest du diesen Fakt?
Stell dir den Vollmond vor. Und jetzt etwas, das ungefähr sechsmal so breit ist, am Nachthimmel hängt und fast niemandem auffällt. Das ist die Andromedagalaxie.
Zu blass für das ganze Bild
Andromeda, auch M31 genannt, ist rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist die nächste große Nachbargalaxie unserer Milchstraße. Laut NASA erscheint sie am Himmel etwa 6-mal so breit wie der Vollmond. Auch ESA/Hubble schreibt, sie sei mehrfach so groß wie der Vollmond, „wenn auch viel lichtschwächer“.
Der Haken ist die Helligkeit. Das Magazin Astronomy erklärt: Mit bloßem Auge siehst du nur einen verwaschenen Fleck, etwa ein Viertelgrad breit, also ungefähr halb so breit wie der Vollmond. Die schwachen äußeren Spiralarme zeigen sich erst auf Langzeitbelichtungen. Dann ist die Galaxie gut 3 Grad breit.
Und dann kommt der Halo
Selbst das ist noch nicht alles. 2015 kartierte ein Team um Nicolas Lehner von der University of Notre Dame mit dem Weltraumteleskop Hubble einen Halo aus dünnem, heißem Gas rund um Andromeda. Fotografieren ließ er sich nicht. Stattdessen nahm das Team das Licht von 18 Quasaren weit hinter der Galaxie und maß, wie viel davon das Gas schluckte.
Das Ergebnis: Der Halo reicht etwa eine Million Lichtjahre weit, ungefähr den halben Weg bis zur Milchstraße. Könntest du ihn mit bloßem Auge sehen, wäre er laut NASA 100-mal so breit wie der Vollmond.
Bonusfakt: Eine spätere Studie nutzte 43 Quasare. Laut Astronomy würde sich Andromedas kompletter Halo, wenn man ihn sehen könnte, über mehr als 60 Grad erstrecken, also über mehr als ein Drittel des Himmels.
Der blasse Fleck ist nur der sichtbare Kern von etwas Gigantischem, und sein Gas reicht schon den halben Weg zu uns.