Und ja, das stimmt wirklich.

Verbrechen & Rätsel
WTF?!
Verbrechen & Rätsel Fakt #237

Ein Betrüger verkaufte den Eiffelturm, und zwar zweimal

1925 gab sich der Hochstapler Victor Lustig als Regierungsbeamter aus und verkaufte den Eiffelturm an einen Schrotthändler. Der schämte sich zu sehr, um zur Polizei zu gehen, also versuchte Lustig es gleich noch einmal.

22. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit · 2 Quellen

Erst raten, dann lesen

Welche Zahl gehört in die Lücke?

___ gab sich der Hochstapler Victor Lustig als Regierungsbeamter aus und verkaufte den Eiffelturm an einen Schrotthändler. Der schämte sich zu sehr, um zur Polizei zu gehen, also versuchte Lustig es gleich noch einmal.

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Den Eiffelturm kann man nicht kaufen. Das wissen wir heute. Ein Pariser Schrotthändler wusste es 1925 offenbar nicht, und Victor Lustig wusste das auszunutzen.

Eine Zeitungsmeldung als Geschäftsidee

Im Mai 1925 las Lustig, ein Hochstapler, der sich gern „Graf“ nannte, in einer Pariser Zeitung einen Artikel: Der Eiffelturm sei in schlechtem Zustand, die Instandhaltung teuer. Für Lustig klang das nach einer Chance.

Er ließ Briefpapier fälschen, das ihn als hohen Beamten des Ministeriums für Post und Telegrafie auswies. Dann lud er Schrotthändler zu einem vertraulichen Treffen in ein Hotel ein. Laut „Mental Floss“ waren es fünf. Seine Geschichte: Die Regierung wolle den Turm abreißen und das Metall verkaufen, natürlich streng geheim, um keinen Aufruhr in der Stadt auszulösen.

Zu peinlich für die Polizei

Den Zuschlag bekam ein Händler namens André Poisson. Er bezahlte, und obendrein zahlte er Lustig noch ein Bestechungsgeld, damit der Deal auch sicher klappte. Dann war Lustig weg, abgesetzt nach Österreich.

Und Poisson? Ging nicht zur Polizei. Er schämte sich zu sehr, dass er auf so einen Trick hereingefallen war.

Lustig wartete und las Zeitung. Als keine Meldung über den Betrug kam, kehrte er nach Paris zurück und zog dieselbe Masche noch einmal ab, diesmal mit anderen Schrotthändlern. Dieses Mal ging das Opfer zur Polizei, die Geschichte landete in der Presse, und Lustig floh in die USA.

Bonusfakt: In den USA wurde Lustig später wegen Falschgeld verhaftet. Der Mann, der den Eiffelturm verkauft hatte, stolperte am Ende über gefälschte Dollarscheine.

Lustig hat das berühmteste Bauwerk Frankreichs zweimal verkauft, ohne es je zu besitzen. Der Turm hat davon nicht einmal etwas gemerkt.

🎁 Noch kein Geschenk? Zum Geschenkfinder

Die Beweise

  1. 1Mental Floss: Smooth Operator: How Con Man “Count” Victor Lustig Sold The Eiffel Tower—Twice
  2. 2Ripley’s Believe It or Not!: The Charlatan Count Who Sold the Eiffel Tower

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine