Und ja, das stimmt wirklich.

Kunst & Fälschungen
WTF?!
Kunst & Fälschungen Fakt #212

Ein Fälscher verkaufte Hermann Göring einen falschen Vermeer

Der Niederländer Han van Meegeren verkaufte dem NS-Politiker Hermann Göring ein angebliches Gemälde von Johannes Vermeer. Um nicht als Verräter verurteilt zu werden, musste er beweisen, dass er es selbst gemalt hatte.

21. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 2 Quellen

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Wer einem Nazi ein nationales Kunstwerk verkauft, gilt als Verräter. Es sei denn, das Kunstwerk ist eine Fälschung. Genau mit diesem Argument rettete sich der Maler Han van Meegeren nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Vermeer für Göring

Han van Meegeren war ein niederländischer Maler, dessen eigene Bilder kaum jemand haben wollte. Also malte er im Stil des berühmten Johannes Vermeer aus dem 17. Jahrhundert und gab die Werke als neu entdeckte Originale aus.

Das klappte erstaunlich gut. Laut History Hit verkaufte er das Bild „Christus und die Ehebrecherin“ an Hermann Göring, einen der mächtigsten Männer im nationalsozialistischen Deutschland. Göring zahlte über 1,5 Millionen Gulden.

Ein anderes Werk, „Das Mahl in Emmaus“, verkaufte van Meegeren laut History Hit für 520.000 Gulden. Experten feierten es damals als einen der wichtigsten Vermeers überhaupt.

Beweis vor Zeugen

1945, nach Kriegsende, fanden alliierte Soldaten Görings Kunstsammlung in einem Salzbergwerk. Darunter war auch der angebliche Vermeer. Die Spur führte zu van Meegeren, und er wurde verhaftet. Ihm drohte eine Anklage wegen Kollaboration, weil er niederländisches Kulturgut an den Feind verkauft hatte.

Van Meegeren hatte nur einen Ausweg: Er gestand, dass er das Bild selbst gemalt hatte. Glauben wollte ihm das zunächst niemand. Laut der Website Museum of Hoaxes malte er deshalb in Haft vor Zeugen einen neuen „Vermeer“, um es zu beweisen.

Bonusfakt: Am Ende wurde van Meegeren nicht als Verräter verurteilt, sondern laut History Hit wegen Fälschung zu einem Jahr Haft. Absitzen musste er sie laut Museum of Hoaxes nie, denn er starb vorher.

Für viele Menschen in den Niederlanden wurde er dadurch zu einer Art Volksheld. Er hatte schließlich einen der mächtigsten Nazis hereingelegt.

Görings Kunstsammlung bekam so ein ziemlich peinliches Prunkstück. Und van Meegeren schaffte es, mit einer Fälschung berühmter zu werden als mit allen echten Bildern, die er je gemalt hat.

Die Beweise

  1. 1History Hit: Nazi Sympathiser or National Hero? The Strange Story of Han van Meegeren
  2. 2Museum of Hoaxes: Han van Meegeren (1947)

Wie WTF ist das?

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine