Wie findest du diesen Fakt?
Ein Mann im Anzug steigt in ein Flugzeug, erpresst ein Lösegeld und springt damit in die Nacht. Klingt nach Hollywood. Es ist der einzige ungelöste Fall einer Flugzeugentführung in den USA.
Der Flug am Tag vor Thanksgiving
1971, am Tag vor Thanksgiving, kaperte ein Mann, der sich „Dan Cooper“ nannte, einen Flug der Northwest Orient aus Portland im US-Bundesstaat Oregon. Er forderte 200.000 Dollar in amerikanischen Scheinen und vier Fallschirme.
In Seattle bekam er beides. Im Austausch ließ er die Passagiere gehen. Dann ließ er die Boeing 727 wieder starten. Irgendwo über dem Nordwesten der USA sprang er mit dem Geld ab.
Danach: nichts. Kein Körper, kein Fallschirm, kein Cooper.
Hunderte Verdächtige, kein Beweis
Das FBI sammelte über die Jahre Informationen über Hunderte Verdächtige. Keiner davon ließ sich zweifelsfrei mit der Entführung in Verbindung bringen.
1980 tauchte dann doch eine Spur auf: In der Nähe von Portland fand jemand mehrere Tausend Dollar aus dem Lösegeld. Ob Cooper den Sprung überlebt hat, verriet das Geld allerdings nicht.
2016 zog das FBI einen Schlussstrich. Es habe Mittel „umgelenkt“, hieß es, und konzentriere sich auf andere Ermittlungen. Die Suche nach dem Mann, der sich in Luft aufgelöst hatte, war damit nach 45 Jahren offiziell vorbei.
Bonusfakt: Cooper nahm nicht die Tür. Laut „FlightGlobal“ sprang er über die hintere Treppe der Boeing 727 ab, die sich am Heck mitten im Flug ausklappen ließ.
Bis heute rätseln Hobbydetektive, wer er war und ob er gelandet ist. Antworten gibt es keine.
Ein Mann, ein Koffer voller Geld und ein offenes Heck. Mehr hat er nicht hinterlassen.