Und ja, das stimmt wirklich.

Verbrechen & Rätsel
WTF?!
Verbrechen & Rätsel Fakt #281 Neu

Diebe stahlen Ahornsirup für rund 18 Millionen kanadische Dollar und ließen Wasser in den Fässern zurück

Zwischen 2011 und 2012 zapften Diebe rund 2.700 Tonnen Ahornsirup im Wert von fast 18 Millionen kanadischen Dollar aus einem Lagerhaus in Québec ab und füllten viele der leeren Fässer mit Wasser auf.

29. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

Erst raten, dann lesen

Welche Zahl gehört in die Lücke?

Diebe stahlen Ahornsirup für rund ___ Millionen kanadische Dollar und ließen Wasser in den Fässern zurück

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Manche Länder haben eine strategische Ölreserve. Québec hat eine strategische Ahornsirup-Reserve. Und ja, jemand hat sie ausgeraubt.

Ein Lager voller flüssigem Gold

Die Reserve gehört dem Verband der Ahornsirup-Produzenten in Québec, der laut Mental Floss rund 75 Prozent des weltweiten Ahornsirup-Angebots verwaltet. Sie wurde im Jahr 2000 angelegt und 2011 nach einem Sirup-Überschuss vergrößert. 2012 standen in einem ihrer Lagerhäuser in Saint-Louis-de-Blandford rund 16.000 Fässer im Gesamtwert von etwa 30 Millionen kanadischen Dollar.

Überwachungskameras gab es dort keine. Das sollte noch wichtig werden.

Sirup raus, Wasser rein

Von 2011 bis 2012 zapfte eine Gruppe von Dieben in aller Ruhe Sirup aus den vollen Fässern in eigene Behälter ab. Danach füllten sie die leeren Fässer mit Wasser auf und stellten sie zurück, sodass die Stapel weiter vollständig aussahen. Insgesamt verschwanden etwa 2.700 Tonnen Sirup, rund sechs Millionen Pfund, im Wert von fast 18 Millionen kanadischen Dollar. Verkauft wurde der Sirup über New Brunswick, er landete in Ontario und in den USA.

Aufgeflogen ist die Sache im Juli 2012 bei einer routinemäßigen Inventur. Ein Mann, der die Fässer zählen sollte, kletterte auf einen Stapel, und ein Fass kippte unter ihm fast um. Es war leer. Bald tauchten weitere leere Fässer auf und andere, in denen nur noch Wasser war.

Ermittlungen in einem klebrigen Fall

Die Polizei von Québec, die Sûreté du Québec, ging von Insidern aus. Die Ermittler befragten Hunderte Menschen und stellten 40 Durchsuchungsbeschlüsse aus. Vier Männer wurden am Ende verurteilt, der mutmaßliche Kopf der Bande, Richard Vallières, bekam sieben Jahre und zehn Monate Haft. Nur ein Teil des gestohlenen Sirups tauchte je wieder auf.

Bonusfakt: Laut Global News war ein Fass dieses Sirups etwa 13-mal so viel wert wie ein Fass Rohöl.

Der dreisteste Coup der jüngeren Geschichte Québecs bestand also aus einem Schlauch, viel Wasser und einem Fass, das im falschen Moment gewackelt hat.

Die Beweise

  1. 1The Canadian Encyclopedia: Great Canadian Maple Syrup Heist
  2. 2Mental Floss: The World's Greatest Maple Syrup Heist
  3. 3Global News: UPDATE: More arrests in Quebec maple syrup heist

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine