Wie findest du diesen Fakt?
Das Grüne Gewölbe im Dresdner Residenzschloss ist eine der berühmtesten Schatzkammern Europas. Am 25. November 2019 brauchten Einbrecher nur wenige Minuten, um sie zu plündern.
Der Einbruch im Morgengrauen
Gegen 5 Uhr morgens legten die Täter Feuer an einem Stromverteiler in der Nähe. Dadurch fiel im Umfeld der Strom aus. Dann brachen sie mit einem hydraulischen Schneidgerät ins Museum ein.
Überwachungsvideos zeigen zwei Männer im Juwelenzimmer, die mit einer Art Axt die Vitrinen zertrümmern. Laut „Artnet“ waren sie nach weniger als 10 Minuten wieder verschwunden.
Die Beute: Juwelen im Wert von rund 113 Millionen Euro. Allein in den gestohlenen Stücken steckten laut „Euronews“ rund 4.300 Diamanten. Darunter der „Dresdner Weiße“, ein Diamant mit 49 Karat, und der Bruststern des polnischen Weißen Adlerordens, der einst dem König von Polen gehört hatte.
Rückkehr nach drei Jahren
Im Dezember 2022 dann die Wende: Bei Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft verrieten Anwälte der Angeklagten, wo ein großer Teil der Beute lag. Die Polizei stellte 31 Stücke in Berlin sicher, darunter den Bruststern und einen mit Diamanten besetzten Degen.
2023 wurden fünf Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Seit 2024 sind die zurückgekehrten Juwelen wieder an ihren alten Plätzen im Grünen Gewölbe zu sehen, manche davon beschädigt.
Bonusfakt: Noch immer fehlen mehrere Stücke, darunter eine große Brustschleife von Königin Amalie Auguste mit 611 kleinen Diamanten.
Und der „Dresdner Weiße“? Der sitzt auf einer Epaulette, die ebenfalls verschwunden ist. Wo der 49-Karäter steckt, weiß niemand.
Die Schatzkammer ist wieder fast komplett. Ihr berühmtester Stein hat sich aber noch nicht zurückgemeldet.