Und ja, das stimmt wirklich.

Tiere
WTF?!
Tiere Fakt #203

Papageifische schlafen in einem Schlafsack aus ihrem eigenen Schleim

Viele Papageifische hüllen sich nachts in einen Kokon aus Schleim, und in einem Experiment wurden nur etwa 10 Prozent der Fische im Kokon von blutsaugenden Parasiten befallen, aber etwa 95 Prozent der Fische ohne.

19. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 2 Quellen

Erst raten, dann lesen

Welche Zahl gehört in die Lücke?

Viele Papageifische hüllen sich nachts in einen Kokon aus Schleim, und in einem Experiment wurden nur etwa ___ Prozent der Fische im Kokon von blutsaugenden Parasiten befallen, aber etwa 95 Prozent der Fische ohne.

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Manche Menschen schlafen unter einem Moskitonetz. Papageifische bauen sich ihres selbst, und zwar aus Schleim.

Ein Schlafsack aus den Kiemen

Wenn es am Korallenriff Nacht wird, packen sich viele Papageifische und Lippfische ein. Sie geben Schleim ab, der einen durchsichtigen Kokon um ihren ganzen Körper bildet. Laut National Geographic brauchen sie dafür weniger als eine Stunde. Der Schleim kommt aus speziellen Drüsen in den Kiemen, die laut Live Science etwa so groß wie eine Vierteldollar-Münze sind.

Billig ist dieses Abendritual nicht. Der Kokon kostet etwa 2,5 Prozent der täglichen Energie des Fisches. Warum also der Aufwand?

Der Parasiten-Test

Die Meeresbiologin Alexandra Grutter von der University of Queensland in Australien hat 2010 eine Idee überprüft. Ihr Verdacht: Gnathiiden, winzige Asseln, die nachts Fischblut saugen und vielleicht auch einen malariaähnlichen Blutparasiten übertragen.

Grutter arbeitete mit Papageifischen der Art Chlorurus sordidus vom Great Barrier Reef. Bei der Hälfte der schlafenden Fische entfernte sie vorsichtig den Kokon, so sanft, dass keiner aufwachte. Dann setzte sie die Parasiten für 4,5 Stunden in die Becken.

Das Ergebnis, erschienen in der Fachzeitschrift Biology Letters: Etwa 95 Prozent der Fische ohne Kokon wurden befallen, aber nur etwa 10 Prozent der Fische im Schleimsack. National Geographic verglich den Kokon mit einem Moskitonetz. Was die Parasiten genau abhält, ist noch offen. Es könnte eine körperliche Barriere sein, eine chemische, oder der Schleim überdeckt den Geruch des Fisches.

Bonusfakt: Die Idee, dass der Kokon vor Räubern schützt, ist älter. 1959 beobachteten Forscher, dass drei schleimspinnende Arten seltener von Muränen gefressen wurden als eine Art, die ohne Hülle schlief. Live Science merkt aber an, dass auch viele Fische im Kokon gefressen wurden.

Der Morgen danach hat noch eine schräge Note. Laut Live Science sah Grutter einen Gemeinen Putzerlippfisch, der an seinen eigenen alten Kokons pickte, und einen Fisch, der im Morgengrauen offenbar Schleim im Maul hatte. Vielleicht ist der Schlafanzug von gestern das Frühstück von heute.

Die Beweise

  1. 1National Geographic: Parrotfish sleep in a mosquito net made of mucus
  2. 2Live Science: Mucus Cocoons Protect Fish from Parasites

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine