Und ja, das stimmt wirklich.

Kunst & Fälschungen
WTF?!
Kunst & Fälschungen Fakt #257

Die schlechteste Restaurierung der Welt lockte 150.000 Touristen an

2012 versuchte die 82-jährige Cecilia Giménez, ein verblasstes Jesus-Fresko in der spanischen Stadt Borja auszubessern. Das Ergebnis wurde weltberühmt und brachte dem Ort laut Artnet rund 150.000 Besucher.

23. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit · 2 Quellen

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Die schlechteste Restaurierung der Welt lockte ___ Touristen an

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Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Manchmal ist es aber trotzdem ein Erfolg. Die Geschichte vom „Ecce Homo“ aus Borja beweist das.

Ein Bild wird aufgefrischt

In einer kleinen Kirche in Borja im Nordosten Spaniens hing ein Wandgemälde von Jesus. Gemalt hatte es der Künstler Elías García Martínez. Über die Jahre war das Bild verblasst und die Farbe blätterte ab.

2012 beschloss Cecilia Giménez, eine damals 82-jährige Frau aus dem Ort, das Bild auszubessern. Sie war keine ausgebildete Restauratorin. Das Ergebnis sah dem Original danach kaum noch ähnlich.

Vom Fehler zur Attraktion

Statt eines würdevollen Jesusgesichts blickte nun eine verschwommene, rundliche Figur von der Wand. Fotos davon verbreiteten sich im Internet rasend schnell, und die Restaurierung wurde zu einem der bekanntesten Memes ihrer Zeit.

Für Borja hatte das eine unerwartete Folge. Laut dem Kunstmagazin Artnet kamen in den folgenden Jahren rund 150.000 Touristen in die kleine Stadt, um das Bild mit eigenen Augen zu sehen. Fotos und Parodien davon finden sich bis heute im Netz.

Laut dem kanadischen Sender CBC zog das Bild in der Kirche Santuario de Misericordia schon kurz nach dem Vorfall Scharen von Touristen an.

Bonusfakt: Laut Artnet erhielt Cecilia Giménez später einen Anteil an den Einnahmen aus Fanartikeln. Einen Großteil davon spendete sie für wohltätige Zwecke.

Was als peinliches Missgeschick begann, wurde so zu einem Glücksfall für eine ganze Stadt. Cecilia Giménez wurde ungewollt berühmt.

Wer einmal versehentlich ein Bild ruiniert, kann sich also trösten. Mit ein bisschen Glück wird daraus eine Touristenattraktion.

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Die Beweise

  1. 1Artnet News: Botched Restoration of Jesus Fresco Miraculously Saves Spanish Town
  2. 2CBC News: Botched Christ fresco in Spain draws tourists

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine