Wie findest du diesen Fakt?
Heute verlassen laut Smithsonian Magazine jeden Tag rund 160 Millionen Goldbären die Haribo-Fabriken weltweit. Angefangen hat das Ganze mit einer Ausstattung, die in jede WG-Küche passen würde.
Eine Küche, ein Sack, ein Nudelholz
Hans Riegel, gelernter Bonbonkocher aus der Gegend von Bonn, gründete laut Haribo am 13. Dezember 1920 seine eigene Firma. Der Name ist eine Abkürzung, die du vielleicht schon kennst: HAns RIegel BOnn.
Spannender ist die Einkaufsliste. Laut Haribo bestand die Produktion am Anfang aus einem Sack Zucker, einer Marmorplatte, einem Hocker, einem Herd, einem Kupferkessel und einem Nudelholz. Das war es. Keine Maschinen, kein Fließband, eine kleine Küche.
Die erste Mitarbeiterin fuhr Rad
1921 bekam die Firma ihre erste Angestellte: Riegels Frau Gertrud. Sie lieferte laut Haribo die tägliche Produktion mit dem Fahrrad aus, bis das Unternehmen 1923 sein erstes Auto bekam. Bei einem Produkt, das du heute in fast jedem Supermarkt findest, ist das ein ziemlich überschaubarer Fuhrpark.
Erst Tanzbär, dann Goldbär
1922 erfand Riegel den Tanzbären, ein Fruchtgummi in Bärenform. Laut Smithsonian Magazine war er größer und schlanker als die heutigen Gummibärchen, und die Form soll von Tanzbären inspiriert gewesen sein, die damals auf Festen auftraten. Zur Zeit der Inflation kosteten laut Haribo zwei Tanzbären einen Pfennig.
Der Slogan „Haribo macht Kinder froh“ stammt von 1930, das „und Erwachsene ebenso“ kam erst Mitte der 1960er dazu. 1960 kamen die Goldbären in der heutigen Form auf den Markt, 1967 ließ das Deutsche Patentamt sie als Marke eintragen.
Bonusfakt: In den 1930er-Jahren hatte Haribo schon rund 400 Beschäftigte, 1950 waren es etwa 1.000.
Ein Weltkonzern, gestartet mit einem Nudelholz. Das Fahrrad hat sich auch gelohnt.