Wie findest du diesen Fakt?
Bei PEZ denkst du wahrscheinlich an kleine Plastikspender mit Micky-Maus-Kopf und an Fruchtbonbons. Angefangen hat die Marke aber ganz anders: als Pfefferminz für Erwachsene.
Ein Name aus drei Buchstaben
Laut PEZ entwickelte der Österreicher Eduard Haas III. das erste Pfefferminzbonbon der Marke 1927. Der Name ist eine Abkürzung, die sich direkt aus dem Produkt ergibt: der erste, ein mittlerer und der letzte Buchstabe von PfeffErminZ. Fruchtgeschmack gab es am Anfang nicht.
Haas war laut der Erfinderdatenbank des MIT ein Gegner des Rauchens. Seine Idee: Wer Lust auf eine Zigarette hat, lutscht stattdessen ein Pfefferminz. PEZ selbst schreibt, die Bonbons seien als gesündere Alternative zur Zigarette erfunden worden. Der Werbespruch dazu lautete auf Englisch „Smoking prohibited – PEZing allowed“, also sinngemäß: Rauchen verboten, PEZen erlaubt.
Ein Spender im Feuerzeug-Look
Dann kam der Spender. Ende der 1940er entwarf Oskar Uxa für PEZ einen Plastikspender, der aussah wie ein Feuerzeug. Laut MIT wurde er 1948 auf der Wiener Messe vorgestellt und 1949 patentiert. Die Zielgruppe war klar: Leute, die sonst ein echtes Feuerzeug in der Hand hätten.
Von Rauchern zu Kindern
Anfang der 1950er versuchte Haas, PEZ in den USA zu verkaufen. Das lief zunächst schleppend, also drehte er das Konzept komplett um. Statt Rauchern sollten Kinder die Bonbons kaufen. Bis 1955 bekamen die Spender laut MIT Comicköpfe, und es kamen Fruchtsorten dazu. Zu den ersten Köpfen sollen der Weihnachtsmann, Popeye und ein Weltraumsoldat gehört haben.
1962 schloss Haas einen Lizenzvertrag mit Walt Disney, und Micky Maus und Donald Duck landeten auf den Spendern. Aus dem Raucher-Ersatz war endgültig ein Spielzeug geworden.
Bonusfakt: 1973 baute PEZ eine eigene Fabrik in Orange im US-Bundesstaat Connecticut.
Der Feuerzeug-Spender ist heute ein Sammlerstück. Der Kopf obendrauf hat ihn überlebt.