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Heute fliegen in der NBA pro Spiel Dutzende Dreier durchs Netz. Das allererste Basketballspiel der Welt sah ein bisschen anders aus: Es gab genau einen Treffer, gespielt wurde mit einem Fußball, und die Körbe waren Pfirsichkörbe.
Ein Sportlehrer, ein Hausmeister, zwei Körbe
Im Winter 1891 sollte James Naismith, damals 31 Jahre alt, am heutigen Springfield College in Massachusetts ein Spiel für die Halle erfinden. Die Studenten hatten Hallenkoller, und Turnübungen allein reichten nicht.
Naismith bat den Hausmeister um zwei Kisten als Ziele. Der hatte keine, brachte aber zwei Pfirsichkörbe. Naismith nagelte sie an das Geländer der Galerie, rund drei Meter über dem Boden. Diese Höhe von zehn Fuß gilt bis heute.
Dazu schrieb er 13 Regeln, tippte sie ab und hängte sie ans Schwarze Brett. Am 21. Dezember 1891 ging es los. Naismith warf einen Fußball zwischen zwei Spieler hoch, und das Spiel begann. Richtige Basketbälle gab es erst ab 1894.
18 Spieler, ein Korb
Auf dem Feld standen 18 Studenten, aufgeteilt in zwei Teams zu je neun. Weil alle selbst den Treffer landen wollten, ging der Ball eher selten von Hand zu Hand. Am Ende stand es 1:0. Den einzigen Korb warf ein Student namens William R. Chase, laut Überlieferung in den letzten Sekunden.
Fünf Spieler pro Team sind übrigens erst seit 1897 Standard.
Die Körbe hatten anfangs noch einen Boden. Bei einem frühen Uni-Spiel 1895 musste laut der Hamline University nach jedem Treffer ein Schiedsrichter auf eine Leiter steigen und den Ball herausholen.
Vom Obstkorb zum Netz
Genau dieses Problem löste später eine simple Idee: Netze ohne Boden. Seitdem fällt der Ball einfach durch, und niemand muss mehr klettern.
Das Spiel verbreitete sich über das YMCA-Netzwerk in Rekordzeit. Schon 1895 spielten Universitäten gegeneinander, und heute kennt fast jeder Mensch auf der Welt Basketball.
Alles nur, weil ein Hausmeister keine Kisten hatte.