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WTF?!
Sport Fakt #251

Olympische Curlingsteine stammen von einer einzigen unbewohnten Insel

Olympische Curlingsteine fertigt die Firma Kays of Scotland aus Granit von Ailsa Craig, einer unbewohnten Insel im Firth of Clyde.

23. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 2 Quellen

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Die Curlingsteine, die bei den Winterspielen übers Eis gleiten, haben dieselbe Heimatadresse: Ailsa Craig, ein Felsbrocken im Firth of Clyde vor der Westküste Schottlands. Dort wohnt niemand. Die Seevögel zählen nicht.

Ein erstarrter Vulkanschlot voller Spezialgranit

Laut World Curling ist Ailsa Craig ein erstarrter Vulkanschlot, der vor etwa 60 Millionen Jahren entstanden ist. Team GB gibt die Insel mit etwa 0,75 mal 0,5 Meilen an, sie ragt bis zu 340 Meter auf. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert waren dort Menschen aktiv, heute gehört die Insel den Vögeln: Hier brütet Schottlands drittgrößte Basstölpel-Kolonie, und auch Papageitaucher schauen vorbei.

Der Fels liefert zwei Sorten Granit. Ailsa Craig Blue Hone ist extrem wasserabweisend und bildet die Lauffläche, also den Teil, der wirklich das Eis berührt. Ailsa Craig Common Green macht den Rest des Steins aus, weil er Treffer wegsteckt, ohne zu splittern, wenn Steine zusammenkrachen.

Eine Firma, eine Insel

Nur eine Firma darf auf der Insel Granit holen: Kays of Scotland aus Mauchline in Ayrshire. Die exklusiven Rechte hat ihr der Marquess of Ailsa vergeben. Kays wurde 1851 gegründet, und laut World Curling werden olympische Steine seit 1998 in Schottland von Hand gefertigt.

Gegraben wird dort nicht täglich. Laut Team GB wird der Granit nur etwa alle zehn Jahre geerntet, zuletzt 2020. World Curling ergänzt, dass der Fels früher gesprengt wurde, heute liegt aber so viel heruntergefallener Granit herum, dass kein Dynamit mehr nötig ist.

Für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Mailand und Cortina 2026 fertigte Kays 132 neue Steine von Hand. Laut Team GB wiegt ein Stein auf Olympia-Niveau typischerweise 20 Kilogramm.

Bonusfakt: Ailsa Craig ist nicht die einzige Quelle für Curling-Granit. Laut Team GB liefert auch ein Steinbruch in Trefor im Norden von Wales Granit für Curlingsteine.

Das ganze Wischen und Schreien auf dem Eis hängt also an einem Stein von einer Insel, auf der nur Seevögel wohnen.

Die Beweise

  1. 1Team GB: Ailsa Craig: Olympic curling stones and the Scottish island that makes them
  2. 2World Curling: Made in Scotland, built for champions: The curling stones of Milano Cortina 2026

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine