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Grusel
WTF?!
Grusel Fakt #185

Mary Shelley war 18, als sie Frankenstein erfand

Mary Shelley erfand Frankenstein mit 18 bei einem Gruselgeschichten-Wettbewerb am Genfersee, im „Jahr ohne Sommer“ 1816.

15. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit · 4 Quellen

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Mary Shelley war ___, als sie Frankenstein erfand

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Stell dir vor, dein Sommerurlaub fällt komplett ins Wasser. Du sitzt mit Freunden in einem Haus fest, draußen Gewitter, drinnen Langeweile. Irgendwer schlägt vor: Wir schreiben Gruselgeschichten. Genau so entstand 1816 „Frankenstein“. Die Autorin Mary Shelley war damals 18 Jahre alt.

Ein Vulkan verdirbt den Sommer

Schuld am miesen Wetter war ein Vulkan am anderen Ende der Welt. Im April 1815 brach der Tambora auf der indonesischen Insel Sumbawa aus. Seine Asche verteilte sich hoch in der Atmosphäre und drückte weltweit die Temperaturen.

Das folgende Jahr 1816 ging als „Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte ein. In Neuengland fiel mitten im Sommer Schnee, in Europa regnete und stürmte es ständig. Mary Shelley selbst schrieb später von einem „nassen, unfreundlichen Sommer“, der die Gruppe ins Haus zwang.

Die Gruselnacht in der Villa Diodati

Das Haus war die Villa Diodati am Genfersee, gemietet vom Dichter Lord Byron. Zu Gast waren Mary, damals noch Mary Godwin, ihr späterer Ehemann Percy Shelley, ihre Stiefschwester Claire Clairmont und Byrons Leibarzt John Polidori.

Byron rief einen Wettbewerb aus: Jeder sollte eine Gespenstergeschichte schreiben. Mary tat sich zunächst schwer. Nach ihrer eigenen späteren Schilderung kam ihr die entscheidende Idee in einer Art Traum: ein Wissenschaftler, der etwas Lebloses zum Leben erweckt, und dann vor seinem eigenen Werk erschrickt.

Aus dieser Idee wurde ein ganzer Roman. „Frankenstein“ erschien 1818 und gilt heute als Klassiker des Gruselromans und als einer der frühesten Science-Fiction-Romane überhaupt.

Der Wettbewerb brachte noch ein zweites Monster hervor: John Polidori schrieb „Der Vampyr“. Die Geschichte gehört zu den frühen Vampirerzählungen der Literatur und beeinflusste später Bram Stokers „Dracula“.

Ein schlechter Sommer, ein Haus voller gelangweilter Dichter und eine 18-Jährige mit Albträumen: Mehr brauchte es nicht für zwei der größten Monster der Popkultur.

Die Beweise

  1. 1U.S. National Library of Medicine: Frankenstein: Penetrating the Secrets of Nature: The Birth of Frankenstein
  2. 2EarthDate: The Year Without a Summer
  3. 3The Paris Review: Year Without a Summer
  4. 4Britannica: Mary Wollstonecraft Shelley

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine