Wie findest du diesen Fakt?
Kaum ein Tier ist so sehr mit einer Farbe verbunden wie der Flamingo. Pink ist quasi sein Markenzeichen. Umso überraschender: Flamingos kommen gar nicht pink zur Welt. Die Farbe müssen sie sich erst anfuttern.
Du bist, was du isst, ganz wörtlich
Flamingos fressen Algen und kleine Krebstiere wie Salinenkrebse. In dieser Nahrung stecken Carotinoide, natürliche Farbstoffe, die auch Karotten orange machen. Der Flamingo filtert sie mit seinem Schnabel aus dem Wasser und verarbeitet sie weiter.
In der Leber werden die Carotinoide umgewandelt und anschließend in Haut und Federn eingelagert. Je mehr der Vogel davon abbekommt, desto kräftiger wird seine Farbe. Ein Flamingo, der lange keine passende Nahrung findet, kann deshalb mit der Zeit blasser werden.
Graue Küken mit geradem Schnabel
Frisch geschlüpfte Flamingos sehen ganz anders aus als ihre Eltern. Laut dem Smithsonian’s National Zoo haben sie grau-weiße Daunen und einen geraden Schnabel. Erst nach und nach wachsen ihnen Federn, und es dauert mehrere Jahre, bis sie das typische Rosa und den geknickten Schnabel der Erwachsenen haben.
Bis dahin werden die Küken von beiden Eltern gefüttert, und zwar mit einer Art Milch. Diese sogenannte Kropfmilch bilden Männchen und Weibchen im oberen Verdauungstrakt. Sie ist voller Proteine und Fett.
Rosa ist nicht gleich rosa
Weltweit gibt es sechs Flamingoarten, und nicht alle sehen gleich aus. Manche sind blassrosa, andere leuchten fast lachsrot. Wie intensiv die Farbe ist, hängt stark davon ab, wie viele Carotinoide ihre jeweilige Nahrung liefert.
Flamingos stehen oft auf einem Bein. Laut dem Smithsonian’s National Zoo ist das möglicherweise einfach weniger anstrengend und hilft außerdem, Körperwärme zu sparen.
Ein Flamingo ohne seine Lieblingsspeise wäre also ziemlich unscheinbar. Pink ist bei ihm kein Gen, sondern ein Speiseplan.