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WTF?!
Essen Fakt #094

Ein Sekt aus dem Osten kaufte 2002 die West-Marke Mumm

Rotkäppchen aus Freyburg an der Unstrut ist seit 2001 der meistverkaufte Sekt in ganz Deutschland und übernahm 2002 die westdeutschen Sektmarken Mumm, Jules Mumm und MM Extra.

3. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit · 2 Quellen

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Ein Sekt aus dem Osten kaufte ___ die West-Marke Mumm

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Bei der Einheit denkt man eher an West-Firmen, die Betriebe im Osten übernehmen. Beim Sekt lief es andersherum. 2002 übernahm Rotkäppchen aus Freyburg an der Unstrut die West-Marken „Mumm“, „Jules Mumm“ und „MM Extra“.

Ein Name aus einem verlorenen Prozess

Die Kellerei ist viel älter als die DDR. Laut Deutschem Patent- und Markenamt gründeten Moritz und Julius Kloss mit Carl Foerster 1856 in Freyburg eine Weinhandlung, ab 1858 machten sie Sekt. Den verkauften sie zuerst unter französisch klingenden Namen wie „Monopol“.

Dann verloren sie einen Prozess gegen das Champagnerhaus Walbaum-Heidsieck. Ein neuer Name musste her. Die Firma nahm einfach die rote Kapsel ihrer Flaschen und machte daraus „Rotkäppchen“, als Anspielung auf die Marke „Red Top“ der Konkurrenz. Angemeldet wurde der Name am 20. Februar 1895, und die Marke gilt bis heute.

Erst der Absturz, dann der Aufstieg

In der DDR war die Kellerei ein Volkseigener Betrieb und lief gut: 1987 wurden laut DPMA 15 Millionen Flaschen verkauft. Nach 1989 brach der Absatz zusammen.

Doch die Erholung übertraf laut DPMA alle Erwartungen: 1992 waren es schon wieder 5,7 Millionen Flaschen, 1993 wurde die Firma privatisiert. Ab 2001 war Rotkäppchen erst der meistverkaufte Sekt in den neuen Bundesländern und dann in ganz Deutschland.

Spannend dabei: Laut einem Tagesspiegel-Bericht von 2001 hatte die Marke im Osten mehr als 50 Prozent Marktanteil, im Westen aber nur 2,3 Prozent. Die Lösung war, einfach bekannte West-Marken dazuzukaufen. Mumm und MM gehörten bis dahin zu Seagram Deutschland.

Nach der Übernahme von Mumm war Rotkäppchen laut DPMA der größte Sekthersteller Deutschlands, später kamen noch Marken wie Geldermann und Eckes dazu.

Der kleine Sekt mit der roten Kappe hat sich also nicht nur gehalten, sondern gleich die Konkurrenz eingesammelt.

Die Beweise

  1. 1DPMA: Rotkäppchen-Sekt
  2. 2Tagesspiegel: Sekthersteller: Rotkäppchen schluckt Mumm und MM

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🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine