Wie findest du diesen Fakt?
Wenn es um die Gründung von Apple geht, fallen zwei Namen: Steve Jobs und Steve Wozniak. Dabei waren es eigentlich drei. Der dritte hat eine der berühmtesten Fehlentscheidungen der Wirtschaftsgeschichte getroffen, findet aber selbst, dass es keine war.
Der Mann mit den 10 Prozent
Ronald Wayne war deutlich älter als die beiden jungen Gründer und kümmerte sich um Verwaltung und Unterlagen. Bei der Gründung im April 1976 bekamen Jobs und Wozniak je 45 Prozent, Wayne 10 Prozent.
Etwa 12 Tage nach der Gründung stieg er aus und verkaufte seinen Anteil für 800 Dollar. Später bekam er noch einmal 1.500 Dollar dafür, dass er auf alle weiteren Ansprüche verzichtete.
Warum er ging
Wayne hatte gute Gründe. Jobs hatte sich 15.000 Dollar geliehen, um eine Bestellung von Computern für den Laden Byte Shop zu erfüllen, der als schlechter Zahler galt. Wayne hatte, wie er sagte, „ein Haus, ein Auto und ein Bankkonto“. Wäre die Firma pleitegegangen, hätte er persönlich mitgehaftet.
Dazu kam die Sorge, neben den beiden jungen Genies nie ein eigenes Projekt zu bekommen.
Bonusfakt: Laut „Fortune“ wären Waynes 10 Prozent heute bis zu 400 Milliarden Dollar wert, wenn sein Anteil nie verwässert worden wäre.
Bereut er es? Nein, sagt Wayne. Er hätte mit Jobs und Wozniak nicht mithalten können. Wäre er geblieben, wäre er vielleicht nur „der reichste Mann auf dem Friedhof“ geworden.
Die Rechnung ist trotzdem schwer zu ignorieren. 800 Dollar gegen ein paar Hundert Milliarden. Wayne nimmt es gelassen, und das ist vielleicht die eigentliche Leistung.