Und ja, das stimmt wirklich.

Sport
WTF?!
Sport Fakt #058

Bis 1948 gab es bei Olympia Medaillen für Kunst

Von 1912 bis 1948 vergab Olympia echte Medaillen für Malerei, Bildhauerei, Architektur, Literatur und Musik.

15. September 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

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Bis ___ gab es bei Olympia Medaillen für Kunst

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Stell dir vor, du gewinnst olympisches Gold, ohne einen Meter zu laufen. Dafür mit einem Pinsel, einem Gedicht oder einem Bauplan. Klingt nach Satire, war aber jahrzehntelang offizielles Programm: Von 1912 bis 1948 gab es bei den Olympischen Spielen Medaillen für Kunst.

Der Gründer wollte Muskeln und Musen

Die Idee kam von Pierre de Coubertin, dem Gründer der modernen Spiele. Für ihn gehörten Sport und Kunst zusammen, so wie im antiken Griechenland. Also gab es fünf Kategorien: Architektur, Literatur, Musik, Malerei und Bildhauerei. Einzige Bedingung: Das Werk musste vom Sport inspiriert sein.

Das Schrägste daran: Coubertin selbst holte 1912 Gold in Literatur, mit seiner „Ode an den Sport“. Eingereicht hatte er sie allerdings unter zwei Pseudonymen, nicht unter seinem eigenen Namen.

Die erste Goldmedaille für Kunst überhaupt ging 1912 an den US-Amerikaner Walter Winans für eine Bronzeskulptur namens „An American Trotter“, ein Pferd mit Wagen. Winans gehört zu den wenigen Menschen, die bei Olympia sowohl im Sport als auch in der Kunst angetreten sind.

Vom Nischenevent zur Massenausstellung

Am Anfang war das Interesse überschaubar: 1912 reichten nur etwa 35 Künstlerinnen und Künstler Werke ein. 1928 in Amsterdam waren es dann schon rund 1.100 Werke. Und die Kunstausstellung der Spiele 1932 in Los Angeles zog fast 400.000 Besucher an.

Die letzte Silbermedaille im Kunstwettbewerb gewann 1948 der Brite John Copley. Er war damals 73 Jahre alt.

Warum es heute keine Kunstmedaillen mehr gibt

Das Problem war ausgerechnet der Amateurgedanke. Olympia sollte damals nur für Amateure sein, aber fast alle Teilnehmenden in den Kunstwettbewerben waren Profis, die mit ihrer Kunst Geld verdienten. Nach 1948 war deshalb Schluss. Die Wettbewerbe wurden durch Kunstausstellungen ohne Medaillen ersetzt.

Insgesamt waren rund 150 Medaillen für Kunst vergeben worden. Laut Smithsonian Magazine wurden sie später aus den offiziellen olympischen Medaillenspiegeln gestrichen. Es gibt also Olympiasieger, die in keiner heutigen Medaillenstatistik mehr auftauchen.

Irgendwo hängt also ein Gemälde mit olympischem Gold, und kaum jemand weiß davon.

Die Beweise

  1. 1Smithsonian Magazine: When the Olympics Gave Out Medals for Art
  2. 2Olympedia: Art Competitions
  3. 3Artnet News: Art Bites: Art Used to Be an Olympic Sport

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🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine