Wie findest du diesen Fakt?
Das berühmte Foto: Olympiasiegerin auf dem Podest, beißt auf ihre Goldmedaille. Nur dass sie dabei hauptsächlich auf Silber beißt. Eine olympische Goldmedaille besteht zu mindestens 92,5 Prozent aus Silber und ist nur mit mindestens 6 Gramm reinem Gold überzogen.
Gold außen, Silber innen
Die Vorgaben dafür kommen vom Internationalen Olympischen Komitee. Der Kern einer Goldmedaille ist Sterlingsilber, darüber liegt eine Schicht aus echtem Gold. Silbermedaillen bestehen ebenfalls aus mindestens 92,5 Prozent Silber. Und Bronze ist laut Las Vegas Sun vor allem Kupfer mit etwas Zink.
Bei den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina wog eine Goldmedaille 506 Gramm. Der reine Metallwert lag laut dem Bericht bei rund 2.300 US-Dollar, und den größten Teil davon macht das Silber aus, nicht das Gold.
Massives Gold gab es nur ganz kurz
Medaillen aus massivem Gold wurden zuletzt 1912 bei den Spielen in Stockholm verliehen. Danach war Schluss. Gold ist teuer, schwer und ziemlich weich. Eine große Medaille aus purem Gold würde allein beim Material schnell Zehntausende Dollar kosten.
Noch verrückter ist der Anfang der modernen Spiele. 1896 in Athen bekamen die Sieger gar keine Goldmedaille, sondern eine aus Silber. Wer Zweiter wurde, bekam Bronze, und für Platz drei gab es nichts. Die heute bekannte Reihenfolge Gold, Silber, Bronze kam laut Smithsonian Magazine erst 1904.
Eine Siegermedaille aus Silber von 1896 wurde bei einer Auktion für rund 112.000 US-Dollar versteigert.
Was eine Medaille wirklich wert ist
Der Metallwert ist am Ende fast egal. Historische Medaillen bringen auf Auktionen ein Vielfaches davon, weil an ihnen eine Geschichte hängt und nicht nur ein paar Gramm Edelmetall.
Gold ist bei Olympia also eher die Verpackung. Der Inhalt ist Silber, und der eigentliche Wert ist der Sieg.