Wie findest du diesen Fakt?
Grüne Zeichen, die über einen schwarzen Bildschirm regnen: Kaum ein Bild steht so sehr für Sci-Fi von 1999 wie der Code aus „Matrix“. Was dahintersteckt, ist allerdings viel weniger geheimnisvoll, als es aussieht.
Ein Designer, ein Kochbuch und ein Stift
Entworfen hat den Code Simon Whiteley, Produktionsdesigner beim Effektstudio Animal Logic. Im Interview mit dem Effekt-Magazin befores & afters erzählte er, dass er die Zeichen selbst von Hand gezeichnet hat. Seine Vorlagen: japanische Kochbücher und die japanischen Alphabetbücher, mit denen seine Kinder in der Schule lernten. Laut SYFY gehörte das Kochbuch seiner japanischen Frau.
Whiteley nahm Katakana, eine der japanischen Silbenschriften, weil ihm deren „sehr schöne, einfache Striche“ gefielen. Kanji und Hiragana waren ihm zu kompliziert. Er mischte die Zeichen mit arabischen Ziffern, ergänzte Striche, Punkte und Symbole und spiegelte vieles, damit der Code so aussieht, als würdest du ihn von innen sehen, so wie Neo.
Warum der Code regnet
Zuerst liefen die Zeichen waagerecht über den Bildschirm. Weil der Text in den japanischen Kochbüchern aber von oben nach unten lief, drehte das Team den Code in die Senkrechte. Laut Whiteley sahen die fallenden Spalten aus wie Regen, und das machte das Ganze atmosphärischer.
Und das Sushi? Laut SYFY sagte Whiteley 2017 im Interview mit CNET, der Code bestehe aus japanischen Sushi-Rezepten. befores & afters schreibt, dass japanische Fans den Code nach Sushi und Rezepten abgesucht haben. Nimm die Sushi-Sache also eher als seinen Lieblingsspruch, nicht als entschlüsselte Speisekarte.
Bonusfakt: Laut Whiteley passt das Grün zur Schrift auf alten IBM-Röhrenmonitoren.
Einer der berühmtesten Effekte der Science-Fiction begann mit einem Kochbuch.