Und ja, das stimmt wirklich.

Survival
WTF?!
Survival Fakt #064

Conan, das Bakterium: Es steckt 28.000-mal mehr Strahlung weg als ein Mensch

Das Bakterium Deinococcus radiodurans übersteht getrocknet und gefroren eine Strahlendosis, die rund 28.000-mal höher ist als die für Menschen tödliche.

18. September 2026 · 2 Min. Lesezeit · 2 Quellen

Erst raten, dann lesen

Welche Zahl gehört in die Lücke?

Conan, das Bakterium: Es steckt ___-mal mehr Strahlung weg als ein Mensch

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Manche Lebewesen überstehen Hitze, andere Kälte. Und dann gibt es Deinococcus radiodurans, ein Bakterium, das sich von Strahlung so wenig beeindrucken lässt, dass es einen Spitznamen nach einem Fantasy-Barbaren bekommen hat: Conan, das Bakterium.

Gefunden in der Fleischdose

Die Geschichte beginnt in den 1950er-Jahren. Forschende bestrahlten Fleischkonserven, um alle Keime darin abzutöten. Eigentlich hätte danach nichts mehr leben dürfen. Ein Bakterium hatte davon aber offenbar nichts mitbekommen und überlebte einfach.

Seitdem ist Conan ein Liebling der Forschung. Strahlung misst man in der Einheit Gray. Frühere Studien zeigten, dass das Bakterium 25.000 Gray überleben kann. Inzwischen ist klar: Getrocknet und gefroren übersteht es sogar 140.000 Gray. Das ist rund 28.000-mal so viel wie die Dosis, die für einen Menschen tödlich wäre.

Das Geheimnis: ein Dreier-Team

Warum hält Conan so viel aus? Strahlung erzeugt in Zellen aggressive Moleküle, die alles Mögliche zerlegen. Das Bakterium hat dagegen ein eingebautes Schutzschild.

Ein Team um den Chemiker Brian Hoffman von der Northwestern University und Michael Daly von der Uniformed Services University hat es 2024 im Fachjournal PNAS beschrieben. Der Trick ist ein Antioxidans namens MDP, das aus drei Zutaten besteht:

  • Manganionen
  • Phosphat
  • ein kleines Peptid, also eine kurze Kette aus Aminosäuren

Jeder Baustein hilft für sich ein bisschen. Erst zusammen bilden sie einen Komplex, der deutlich stärker wirkt. Hoffman beschreibt es so: Wenn man die Teile zusammenbringt, entsteht etwas Neues, das besser ist als jedes für sich.

Die Forschenden hoffen, dass man solche maßgeschneiderten Antioxidantien eines Tages nutzen kann, etwa um Astronautinnen und Astronauten auf langen Reisen ins All besser vor Strahlung zu schützen.

Ein Überlebenskünstler mit Stil

Spannend ist auch, was das für die Suche nach Leben im All bedeutet. Wenn ein irdisches Bakterium solche Dosen aushält, zeigt das, wie weit die Grenzen dessen reichen können, was Leben aushält.

Conan selbst ist das alles egal. Es sitzt einfach da und überlebt, was andere längst umgehauen hätte. Der Barbar wäre stolz.

Die Beweise

  1. 1Northwestern Now: How 'Conan the Bacterium' withstands extreme radiation
  2. 2NPR: 'Conan the Bacterium' can survive extreme radiation, and scientists finally know why

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine