Wie findest du diesen Fakt?
Der Eiffelturm wirkt wie das Sinnbild von Stabilität: 330 Meter hoch, seit 1889 fest in Paris verankert. Aber ganz so starr ist er nicht. Der Turm wächst im Sommer und schrumpft im Winter.
Metall mag keine Temperaturschwankungen
Fast alle Materialien dehnen sich aus, wenn sie warm werden, und ziehen sich zusammen, wenn sie abkühlen. Physiker nennen das Wärmeausdehnung. Bei Metall ist der Effekt besonders gut zu beobachten. Deshalb haben Brücken und Bahngleise kleine Lücken und Fugen, damit sie sich bei Hitze nicht verbiegen.
Beim Eiffelturm summiert sich der Effekt über die enorme Höhe. Laut der Purdue University und Lonely Planet schwankt seine Höhe zwischen dem heißesten und dem kältesten Tag um bis zu 15 Zentimeter. Im Sommer ist er also ein Stück größer, im Winter wieder kleiner. Mit bloßem Auge merkt das natürlich niemand.
Der Turm dreht sich von der Sonne weg
Es geht aber nicht nur nach oben. Scheint die Sonne nur auf eine Seite des Turms, dehnt sich diese Seite stärker aus als die im Schatten. Die Folge: Die Spitze neigt sich von der Sonne weg, laut Wikipedia um bis zu 18 Zentimeter.
Auch Wind bringt den Turm in Bewegung. Laut Wikipedia schwankt er im Wind um bis zu 9 Zentimeter. Klingt gruselig, ist für ein so hohes Bauwerk aus Metall aber völlig normal.
Ein Riese aus Einzelteilen
Gebaut wurde der Turm aus Puddeleisen, einer Art Schmiedeeisen. Laut Wikipedia besteht er aus 18.038 Einzelteilen, die mit rund 2,5 Millionen Nieten verbunden sind. Das Eisengerüst wiegt etwa 7300 Tonnen.
Damit der Turm nicht rostet, wird er laut Wikipedia alle 7 Jahre neu gestrichen. Dafür braucht es rund 60 Tonnen Farbe.
Der Eiffelturm steht also nie ganz still. Er atmet sozusagen mit den Jahreszeiten.