Wie findest du diesen Fakt?
Wenn Außerirdische jemals eine der beiden Voyager-Sonden finden, können sie sich auf etwas freuen: Musik. Und zwar nicht nur Klassik, sondern auch richtig guten Rock ’n’ Roll.
Eine Platte für das Universum
1977 starteten die beiden NASA-Sonden Voyager 1 und 2. An Bord hat jede eine vergoldete Schallplatte, etwa 30 Zentimeter groß, gedacht als Botschaft an alle, die sie irgendwann finden. Laut NASA hat ein Komitee unter Leitung des Astronomen Carl Sagan von der Cornell University den Inhalt ausgewählt.
Und der ist ziemlich bunt: 115 Bilder, Naturgeräusche wie Brandung, Wind, Donner, Vögel und Wale, dazu laut NASA eine 90-minütige Musikauswahl mit Klassikern aus Ost und West.
Mozart trifft Rock ’n’ Roll
Laut dem Smithsonian steht Chuck Berrys „Johnny B. Goode“ dort direkt neben Mozarts „Zauberflöte“, einer Shakuhachi-Flötenmelodie aus Japan und „Dark Was the Night“ von Blind Willie Johnson. Laut Gizmodo ist Berry damit der einzige amerikanische Rockmusiker auf der Platte, und das, obwohl seine Musik damals manchen als „jugendlich“ galt, also nicht gerade als Kulturgut für die Ewigkeit.
Die Popkultur hat den Witz natürlich sofort entdeckt. Laut Gizmodo zeigte Steve Martin 1978 in der Show „Saturday Night Live“, was Aliens wohl als Erstes zurückfunken würden: „Schickt mehr Chuck Berry“.
Als Chuck Berry 2017 mit 90 Jahren starb, war sein Song schon seit 40 Jahren in Richtung Sterne unterwegs.
Bonusfakt: Auf der Platte grüßen Menschen in 55 Sprachen, angefangen mit Akkadisch, das vor Tausenden Jahren in Mesopotamien gesprochen wurde.
Die Menschheit hatte genau eine Chance auf eine Playlist fürs Universum. Und sie hat Rock ’n’ Roll genommen.