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Geschichte Fakt #104

Hunde waren an Lord Byrons College verboten. Also hielt er einen Bären

Weil Studenten am Trinity College keine Hunde halten durften, schaffte sich Lord Byron einen zahmen Bären an.

5. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Stell dir vor, deine Uni verbietet Haustiere, und du suchst nach einem Schlupfloch. Genau das hat Lord Byron gemacht, der später einer der berühmtesten Dichter Englands wurde. Hunde durften Studenten am Trinity College in Cambridge nicht halten. Also schaffte er sich einen zahmen Bären an.

Ein Schlupfloch mit Fell

Byron studierte von 1805 bis 1807 am Trinity College. Dass er dort keinen Hund halten durfte, passte ihm gar nicht. Laut dem Wordsworth Trust stand in den Regeln aber nichts über Bären, und deshalb hatte die Collegeleitung keine rechtliche Handhabe, sich zu beschweren.

Woher das Tier kam, ist nicht ganz sicher. Die University of Cambridge schreibt, Byron habe den Bären möglicherweise auf der Stourbridge Fair gekauft, einem Jahrmarkt.

„Er soll sich um ein Fellowship bewerben“

Am 26. Oktober 1807 schrieb Byron seiner Freundin Elizabeth Pigot einen Brief, der bis heute zitiert wird. Er habe einen neuen Freund, „den feinsten der Welt, einen zahmen Bären“. Als man ihn gefragt habe, was er mit dem Tier vorhabe, sei seine Antwort gewesen: Der Bär solle sich um ein Fellowship bewerben, also um eine Stelle als Mitglied des Lehrkörpers.

Im selben Brief prahlt Byron mit „ewigen Partys“ auf seinen Zimmern, mit Jockeys, Spielern, Boxern, Autoren, Pfarrern und Dichtern als Gästen. Der Bär war also in bester Gesellschaft.

Vom College aufs Landgut

Nach der Zeit in Cambridge nahm Byron den Bären laut dem Wordsworth Trust mit nach Newstead Abbey, dem Stammsitz seiner Familie. Dort streifte er zusammen mit einem zahmen Wolf über das Gelände.

Überhaupt hatte Byron ein Faible für Tiere. Zu seinem Haushalt gehörten im Lauf der Jahre unter anderem ein Fuchs, ein Papagei, ein Krokodil, ein Honigdachs, drei Gänse, ein Reiher und eine Ziege mit gebrochenem Bein.

Als Percy Shelley Byron 1821 in Ravenna besuchte, notierte er zehn Pferde, acht riesige Hunde, drei Affen, fünf Katzen, einen Adler, eine Krähe und einen Falken. Alle außer den Pferden liefen frei durchs Haus.

Hausordnungen lesen kann jeder. Byron hat sie gelesen, um die Lücke zu finden, durch die ein ganzer Bär passt.

Die Beweise

  1. 1University of Cambridge: Lord Byron and the bears beneath Cambridge
  2. 2Trinity College Cambridge: Trinity in Literature
  3. 3Wordsworth Grasmere: Bears, badgers and Boatswain: Lord Byron and his animals

Wie WTF ist das?

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine