Und ja, das stimmt wirklich.

Kurioses
WTF?!
Kurioses Fakt #114

In der Schweiz darfst du kein Meerschweinchen allein halten, also wurden welche vermietet

Der Schweizer Tierschutz verbietet es, ein Meerschweinchen allein zu halten, also verlieh eine Frau bei Zürich Meerschweinchen als Gesellschaft.

9. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 4 Quellen

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Stell dir vor, dein Meerschweinchen stirbt, und plötzlich ist das andere ein Problem. Kein emotionales. Ein rechtliches. In der Schweiz kann genau das passieren.

Die Vorschrift gegen einsame Nager

Die Schweizer Tierschutzregeln stufen Meerschweinchen als soziale Tiere ein. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen sagt es ganz direkt: Meerschweinchen brauchen Artgenossen, fühlen sich nur in Gruppen von mindestens zwei Tieren wohl und dürfen nicht einzeln gehalten werden. Laut Mental Floss geht die Regel auf ein Tierschutzgesetz zurück, das 2008 eingeführt wurde und Haustieren, die schnell vereinsamen, eine Art „soziales Recht“ gab.

Der Haken liegt auf der Hand. Dass zwei Meerschweinchen am selben Tag sterben, ist ziemlich unwahrscheinlich. Wenn also eins geht, bleibt ein einzelnes Tier übrig, und die Halterin oder der Halter verstößt plötzlich gegen eine Vorschrift.

Meerschweinchen zum Mieten

Jetzt wird es richtig absurd. Priska Küng aus Hinwil, einem Dorf bei Zürich, hatte eine Lösung: einen Verleih für Meerschweinchen. Wie The World von PRX berichtete, konnten Leute mit nur einem Meerschweinchen dort ein zweites mieten, damit das übrig gebliebene Gesellschaft hat.

Laut dem Trivia-Newsletter Now I Know soll das so funktioniert haben: Für etwa 50 oder 60 Dollar verlieh Küng ein Meerschweinchen, so lange man wollte. Kam das Tier zurück, gab es die Hälfte der Gebühr wieder. Manche Leih-Meerschweinchen sollen schon nach ein paar Wochen zurückgekommen sein. Andere haben den Weg nach Hause nie wieder angetreten.

Kurz gesagt: Schweizer Vorschriften haben eine Nachfrage nach Leih-Gesellschaft geschaffen. Für Nagetiere.

Bonusfakt: Ein Kaninchen als Mitbewohner reicht übrigens nicht. Das Schweizer Bundesamt schreibt, dass kein Mensch und auch kein Kaninchen einen Artgenossen ersetzt.

Warum das Ganze?

Meerschweinchen sind keine Einzelgänger zum Kuscheln. Das Schweizer Bundesamt nennt sie soziale Nager, die Artgenossen brauchen, und empfiehlt als ideale Gruppe mehrere Weibchen mit einem kastrierten Männchen. Die Schweiz hat dieses Stück Tierhaltungswissen einfach in verbindliche Vorschriften gegossen.

Irgendwo bei Zürich hatte ein Meerschweinchen also eine Jobbeschreibung: Freund von Beruf.

Die Beweise

  1. 1Mental Floss: It’s Illegal to Own Only One Guinea Pig in Switzerland
  2. 2The World from PRX: Rent a Guinea Pig in Switzerland
  3. 3BLV: Nager
  4. 4Now I Know: Companion Companion

Wie WTF ist das?

Zieh den Regler und sag uns, wie sehr dich der Fakt umhaut.

5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine