Und ja, das stimmt wirklich.

Technik
WTF?!
Technik Fakt #093

Die Karosserie des Trabi bestand aus Baumwolle und Kunstharz

Die Karosserie des Trabant bestand nicht aus Stahlblech, sondern aus Duroplast: mit Phenolharz getränkten Baumwoll-Pressteilen.

3. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit · 2 Quellen

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Wer an Autos denkt, denkt an Stahlblech. Der Trabant, das bekannteste Auto der DDR, hatte da andere Pläne. Seine Karosserie bestand aus Duroplast, also aus Baumwolle, die mit Phenolharz getränkt und gepresst wurde.

Kunststoff statt Blech

Das KÜS Magazin beschreibt die Außenhaut des Trabant P 601 als „mit Phenolharz getränkte Baumwoll-Pressteile“. Phenolharz ist ein Kunstharz, das beim Aushärten fest wird und sich danach nicht mehr verformen lässt. Zusammen mit den Baumwollfasern entsteht ein harter, leichter Werkstoff.

Warum der Aufwand? Laut KÜS Magazin gab es zwei Gründe. Erstens sollte das Auto leichter werden. Zweitens war Karosserieblech in der DDR-Planwirtschaft schlicht knapp. Aus der Not wurde so eine Technik, die heute fast futuristisch klingt.

Im Volksmund hieß der Trabi trotzdem wenig schmeichelhaft „Pappe“. Mit Pappe hat Duroplast aber nichts zu tun.

Fast drei Millionen Stück

Der P 601 lief ab Juli 1964 vom Band. Angetrieben wurde er von einem luftgekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor, erst mit 23 PS, ab 1969 mit 26 PS. Bis 1989 entstanden laut KÜS Magazin 2.821.381 Exemplare dieses Modells.

Danach kam von 1988 bis 1991 noch der Trabant 1.1, jetzt mit einem Motor von VW. Am 30. April 1991 rollte in Zwickau der letzte Trabant vom Band. Er trägt die Fahrzeugnummer 3.096.099, ist pink und steht heute im Depot des August Horch Museums.

Laut autohaus.de waren 2011 von den rund drei Millionen gebauten Trabis noch etwa 30.000 übrig.

Und dort, wo der letzte Trabi vom Band lief, baute Volkswagen laut demselben Bericht inzwischen Golf und Passat. Von Baumwolle in der Karosserie war da keine Rede mehr.

Ein Auto, das zum Teil aus demselben Stoff war wie dein T-Shirt, nur deutlich härter.

Die Beweise

  1. 1KÜS Magazin: Duroplast und zwei Zylinder: 50 Jahre Trabant P 601
  2. 2autohaus.de: Vor 20 Jahren: Letzter Trabi läuft vom Band

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🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine