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Feiertage Fakt #078 Feiertag: Mondfest

Chinas Mondmissionen sind nach der Legende vom Mondfest benannt

Chinas Mondprogramm heißt nach der Mondgöttin Chang’e aus der Legende des Mondfests, und seine Mondrover heißen Yutu, nach ihrem Hasen.

25. September 2026 · 2 Min. Lesezeit · 4 Quellen

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Heute ist Mondfest. In China, Taiwan und vielen anderen Ländern Ostasiens sitzen Familien unter dem Vollmond und essen Mondkuchen. Gefeiert wird am 15. Tag des 8. Monats im chinesischen Mondkalender. Und die Hauptfigur des Festes fliegt inzwischen echt zum Mond.

Eine Göttin im Mondpalast

Im Mittelpunkt des Mondfests steht eine Legende: Chang’e trank ein Elixier des ewigen Lebens, wurde unsterblich und schwebte zum Mond. Dort lebt sie seitdem im Mondpalast, zusammen mit ihrem Haustier, dem Hasen Yutu. Das ist ein Mythos, keine Geschichte, aber einer, den in China fast jedes Kind kennt.

Genau nach dieser Göttin hat China sein langfristiges Programm zur Monderkundung benannt. Die Sonden heißen schlicht Chang’e 1, Chang’e 2 und so weiter.

Der Hase fährt mit

Und der Hase? Der bekam seinen eigenen Rover. Als China 2013 mit Chang’e 3 sein erstes Mondfahrzeug startete, durfte die Öffentlichkeit den Namen mitbestimmen. In der letzten Runde einer weltweiten Online-Abstimmung stimmten laut Space.com etwa 650.000 von mehr als 3,4 Millionen Teilnehmenden für Yutu. Übersetzt heißt das „Jadehase“.

Der Nachfolger Yutu-2 schaffte dann Geschichte: Er gehörte zur Mission Chang’e 4, die 2019 als erste überhaupt auf der Rückseite des Mondes landete. Weil von dort kein direkter Funkkontakt zur Erde möglich ist, brauchte es einen Relaissatelliten. Auch der hat einen Namen aus einer Volkssage: Queqiao, die „Elsternbrücke“.

Mondgestein statt Mondkuchen

Die Göttin war seitdem noch fleißiger. Chang’e 5 brachte 2020 rund 1,7 Kilogramm Mondgestein und Staub zur Erde. Chang’e 6 startete im Mai 2024 und landete ebenfalls auf der Rückseite des Mondes.

Schon die Apollo-11-Crew bekam 1969 die Legende zu hören. Mission Control las den Astronauten eine Zeitungsmeldung vor: Sie sollten nach einem „schönen chinesischen Mädchen namens Chang-o“ Ausschau halten, das seit 4000 Jahren dort lebe, samt einem großen Hasen.

Wenn du heute Abend in den Vollmond schaust, siehst du also nicht nur die Heimat einer Göttin, sondern auch ihren Arbeitsplatz.

Die Beweise

  1. 1EarthDate: Chinese Moon Missions
  2. 2Space.com: China Will Launch Its 1st Moon Rover, 'Jade Rabbit,' On Sunday
  3. 3Universe Today: Spectacular Liftoff Thrusts China's First Rover 'Yutu' to the Moon
  4. 4Science Friday: The ‘Bunny Girl’ on the Moon

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine