Und ja, das stimmt wirklich.

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Essen Fakt #183

Dom Pérignon hat die Bläschen im Champagner nicht erfunden. Er wollte sie loswerden

Der Benediktinermönch Dom Pérignon gilt oft als Erfinder des schäumenden Champagners, dabei galten Bläschen zu seiner Zeit als Fehler, und er versuchte mit viel Aufwand, sie loszuwerden.

15. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 3 Quellen

Dein Urteil

Wie findest du diesen Fakt?

Frag mal, wer den Champagner erfunden hat, und du hörst wahrscheinlich einen Namen: Dom Pérignon. Ein Mönch, ein Keller, ein Glas voller Bläschen, fertig. Schöne Geschichte. Die echte läuft andersherum.

Der Mönch, der das Sprudeln hasste

Dom Pierre Pérignon lebte von 1638 bis 1715 und wurde 1668 Prokurator, also Verwalter, der Benediktinerabtei Hautvillers oberhalb von Épernay in der Champagne. Damals waren Bläschen im Wein kein Feature. Sie waren ein Problem.

Wein, der in der Flasche noch einmal zu gären begann, baute Druck auf, und Flaschen platzten damals oft. France Today schreibt, dass der versehentlich sprudelnde Wein „vin du diable“ hieß, Teufelswein. Laut BBC History Revealed arbeitete Pérignon unermüdlich daran, die Bläschen aus dem Wein seiner Region zu verbannen.

Ein Spitzenwinzer war er trotzdem. Er setzte auf geringe Erträge, sortierte beschädigte Trauben aus und half, Weißwein aus dunklen Pinot-noir-Trauben zu perfektionieren. Nur das Prickeln stammt nicht von ihm.

Die Bläschen kamen aus England

1662 beschrieb der englische Arzt Christopher Merret in einem Text für die Royal Society, wie englische Weinküfer „riesige Mengen Zucker und Melasse“ in Weine gaben. Der Zucker löste eine zweite Gärung aus und brachte den Wein zum Sprudeln. Das war sechs Jahre, bevor Pérignon nach Hautvillers kam.

Die Engländer hatten auch die passenden Flaschen. 1615 verbot König Jakob I. Holz als Brennstoff für Industrieöfen, also stiegen die Glasmacher auf Kohle um. Die brannte heißer und ergab stärkeres Glas, das einen Druck ähnlich wie in einem Autoreifen aushielt. Französisches Glas war dafür damals zu schwach.

Bonusfakt: Laut France Today gibt es in einer Abtei bei Limoux in Südfrankreich Aufzeichnungen über sprudelnden Wein von 1531, hergestellt mit einer anderen Methode.

Wie die Legende entstand

Die Heldengeschichte war Marketing. Bei der Weltausstellung 1889 in Paris, der mit dem neuen Eiffelturm, präsentierte die Champagner-Branche Pérignon als Erfinder des schäumenden Champagners. Sein berühmter Satz „Kommt schnell, ich trinke Sterne!“ ist laut BBC History Revealed ein Mythos aus dem 19. Jahrhundert.

Das Gesicht des Sprudels ist also ein Mann, der jahrelang versucht hat, ihn zu stoppen. Darauf ein Prost.

Die Beweise

  1. 1The Conversation: Champagne is deeply French – but the English invented the bubbles
  2. 2BBC History Revealed: Who invented champagne?
  3. 3France Today: Dom Pérignon: A Look at a Legend

Wie WTF ist das?

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine