Wie findest du diesen Fakt?
Im Weltall kannst du nichts riechen. Ohne Luft keine Nase, und ohne Helm hättest du ganz andere Probleme. Trotzdem haben viele Astronauten eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie es da draußen riecht.
Der Duft nach dem Ausflug
Laut Space.com riecht es im Raumanzug selbst eher nach Plastik. Spannend wird es danach: Wenn die Astronauten nach einem Außeneinsatz zurück in die Station kommen und den Helm abnehmen, steigt ihnen ein starker, ungewöhnlicher Geruch in die Nase. Er hängt an Anzügen, Handschuhen und Werkzeugen.
Das Smithsonian Magazine zitiert eine Beschreibung, die es ziemlich gut auf den Punkt bringt: bitter, rauchig, metallisch, wie angebratenes Steak, heißes Metall und Schweißrauch in einem. Der Astronaut Don Pettit nannte es laut Space.com „ein ziemlich angenehmes, süßes metallisches Gefühl“ und erinnerte sich dabei an Schweißdämpfe aus seinen Sommerjobs während des Studiums. Kevin Ford sagte 2009 aus dem Orbit, es sei wie nichts, was er je gerochen habe, aber er werde es nie vergessen.
Woher kommt der Geruch?
Ganz geklärt ist das nicht. Space.com nennt als mögliche Ursache Teilchen, die nach dem Kontakt mit dem fast leeren Raum an den Anzügen haften bleiben, wahrscheinlich unter anderem atomarer Sauerstoff. Der Chemiker Steven Pearce vermutet, dass die metallische Note von energiereichen Schwingungen von Ionen kommen könnte.
Das Ganze ist nicht nur ein Kuriosum. Laut Space.com hat die NASA Pearce beauftragt, den Geruch auf der Erde nachzubauen, damit Astronauten im Training schon mal wissen, was sie erwartet.
Bonusfakt: In der Gaswolke Sagittarius B2 im Zentrum der Milchstraße haben Forschende laut Smithsonian Magazine Ethylformiat gefunden, einen Stoff, der nach Himbeeren und Rum duftet.
Das Weltall ist kalt, dunkel und lebensfeindlich. Aber es riecht nach Grillabend.