Wie findest du diesen Fakt?
Der berühmteste Hai der Filmgeschichte hat einen Namen, und der klingt nicht gerade furchteinflößend. Die Crew von „Der weiße Hai“ nannte ihn Bruce.
Ein Hai, benannt nach einem Anwalt
Laut NPR und Spectrum News 1 bekam der mechanische Hai seinen Spitznamen nach Steven Spielbergs Anwalt Bruce Ramer. Kein Monster, kein Meeresgott, sondern der Mann, der sich um die Verträge des Regisseurs kümmerte.
Bruce war dabei nicht ein Hai, sondern drei. Art Director Joe Alves entwarf für den Film von 1975 drei mechanische Weiße Haie, die vor Martha’s Vineyard im Salzwasser funktionieren mussten. Laut NPR gingen die Haie so oft kaputt, dass der Dreh länger dauerte und teurer wurde als geplant. Einen Haifilm zu drehen ist schwierig, wenn dein Hai ständig Feierabend macht.
Vom Schrottplatz ins Museum
Nach dem Dreh wurden die drei Original-Haie zerstört oder zurückgelassen. Als „Der weiße Hai“ dann ein riesiger Kinohit wurde, goss man aus derselben Form einen vierten Hai. Laut Spectrum News 1 hing er 15 Jahre lang als Fotomotiv in den Universal Studios Hollywood und lag danach 25 Jahre auf einem Schrottplatz in Sun Valley, Kalifornien. 2016 wurde er dem Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles geschenkt.
Effektkünstler Greg Nicotero und sein Team restaurierten den etwa 7,6 Meter (25 Fuß) langen Hai. Spectrum spricht von sieben Monaten Arbeit, NPR von sechs. Heute hängt Bruce im Museum, sichtbar von der Fairfax Avenue aus, und um zu ihm hochzuschauen, brauchst du nicht mal ein Ticket.
Bonusfakt: Laut Spectrum News 1 wiegt der Museums-Bruce 1.208 Pfund, also rund 548 Kilogramm, und hat 116 Zähne.
Der letzte erhaltene Hai aus „Der weiße Hai“ trägt den Namen eines Anwalts und hat eine Vergangenheit auf dem Schrottplatz.