Wie findest du diesen Fakt?
Diese Nacht ist Sternschnuppen-Nacht. Die Perseiden haben ihren Höhepunkt, und laut NASA kannst du unter dunklem Himmel bis zu 100 Meteore pro Stunde sehen. Das Verrückte daran: Die meisten Lichtspuren stammen von Teilchen, die nicht größer sind als ein Sandkorn.
Krümel von einem Riesen
Die Perseiden kommen von einem Kometen namens 109P/Swift-Tuttle. Entdeckt wurde er 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle. Für eine Runde um die Sonne braucht er 133 Jahre, zuletzt war er 1992 im inneren Sonnensystem.
Auf seinem Weg verliert der Komet ständig Staub. Jedes Jahr im August fliegt die Erde durch diese Staubspur. Laut dem Magazin Space.com sind die meisten Teilchen so groß wie Sandkörner, einige wie Erbsen oder Murmeln.
Der Komet selbst ist dagegen ein Brocken: Sein Kern misst laut NASA etwa 26 Kilometer. Space.com rechnet vor, dass er damit etwa doppelt so groß ist wie der Asteroid, der die Dinosaurier auslöschte.
Warum ein Sandkorn so hell leuchtet
Der Grund ist die Geschwindigkeit. Die Teilchen treffen mit etwa 59 Kilometern pro Sekunde auf die Atmosphäre. Das sind über 200.000 Kilometer pro Stunde. Dabei werden sie laut Space.com auf mehr als 1650 Grad Celsius erhitzt und verglühen. Laut der Max-Planck-Gesellschaft blitzt der Meteor meist in rund 80 Kilometern Höhe auf, weit über allen Flugzeugen.
Was du siehst, ist also kein fallender Stern, sondern ein Staubkorn, das in Sekundenbruchteilen verdampft.
Die Tränen des Laurentius
Im deutschen Volksmund haben die Perseiden einen eigenen Namen: „Laurentiustränen“, wie die Max-Planck-Gesellschaft schreibt. Der Gedenktag des heiligen Laurentius ist der 10. August, also genau in der Zeit, in der die Sternschnuppen fallen.
Keine Sorge wegen des großen Bruders: Bei seinem nächsten engen Vorbeiflug am 5. August 2126 bleibt Swift-Tuttle laut Live Science etwa 23 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.
Leg dich heute Nacht also irgendwo hin, wo es dunkel ist. Der Komet liefert, du musst nur hochschauen.