Und ja, das stimmt wirklich.

Grusel
WTF?!
Grusel Fakt #188

Der Laborgeist war ein Ventilator mit 19 Hertz

Ein angeblich spukendes Labor ließ sich auf einen Ventilator zurückführen, der Infraschall von etwa 19 Hertz erzeugte.

15. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit · 4 Quellen

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Ein Labor, in dem sich alle unwohl fühlen. Kalte Schauer, ein beklemmendes Gefühl, und dann bewegt sich etwas am Rand deines Blickfelds. Der britische Ingenieur Vic Tandy hat genau das erlebt. Und statt eines Geists fand er einen Ventilator.

Ein Schatten im Augenwinkel

Tandy arbeitete Anfang der 1980er-Jahre im Forschungslabor einer Firma für Medizintechnik. Kolleginnen und Kollegen erzählten, dass es dort spuke. Eines Abends sah Tandy nach eigenen Angaben eine dunkle Gestalt aus dem Augenwinkel. Als er den Kopf drehte, war sie weg.

Am nächsten Tag polierte Tandy, ein begeisterter Fechter, sein Schwert. Obwohl es fest im Schraubstock steckte, fing die Klinge von allein an zu vibrieren. Sein Verdacht: Im Raum schwang eine stehende Schallwelle, zu tief, um sie zu hören.

Der Täter steckte in der Wand

Die Quelle war laut Tandy ein neu eingebauter Abluftventilator. Er erzeugte Infraschall mit etwa 19 Hertz, also unterhalb dessen, was das menschliche Ohr bewusst wahrnimmt. Als der Ventilator abgeschaltet wurde, war es laut Tandy, „als ob eine riesige Last abfiel“.

1998 veröffentlichte Tandy den Fall zusammen mit dem Psychologen Tony Lawrence unter dem Titel „The Ghost in the Machine“ im Journal of the Society for Psychical Research. Ihre Idee: Schwingungen um 19 Hertz könnten unter anderem Unbehagen und Schauer auslösen. Nach Tandys Vermutung kann diese Frequenz sogar den Augapfel mitschwingen lassen, was Schatten im Augenwinkel erklären würde.

Ein Haken bleibt: Die 19 Hertz wurden berechnet, nicht direkt gemessen. Die Psi Encyclopedia der Society for Psychical Research weist ausdrücklich auf diese Lücke hin.

Das Konzert mit dem unsichtbaren Ton

2003 testete ein britisches Team um den Psychologen Richard Wiseman die Idee bei einem Konzert in London. Rund 750 Leute hörten vier Musikstücke, manche davon mit beigemischtem Infraschall aus einem 7 Meter langen Rohr. Niemand wusste, welche.

Ergebnis: Etwa 22 Prozent berichteten bei den Stücken mit Infraschall häufiger von ungewöhnlichen Gefühlen, etwa Unruhe, Traurigkeit oder Schauer über den Rücken.

Tandy wurde später zum Geisterjäger in eigener Sache: 2001 untersuchte er einen angeblich spukenden Keller in Coventry und fand dort ebenfalls auffällig viel Infraschall.

Manchmal ist das Unheimlichste im Raum eben die Haustechnik.

Die Beweise

  1. 1Psi Encyclopedia: Infrasound
  2. 2Smithsonian Magazine: Five Scientific Explanations for Spooky Sensations
  3. 3NBC News: Infrasound linked to spooky effects
  4. 4Wikipedia: Vic Tandy

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5

🎃 Der goldene Kürbis! Hier ist dein geheimer Halloween-Fakt:

Die ersten Kürbislaternen waren Rüben. In Irland und anderen keltischen Gegenden schnitzten Menschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert Fratzen in Rüben, manchmal auch in Kartoffeln oder Rote Bete, und stellten eine Kerze hinein. Das sollte den ruhelosen Geist „Stingy Jack“ fernhalten, der weder in den Himmel noch in die Hölle durfte. Im irischen Nationalmuseum in County Mayo liegt bis heute der Gipsabguss einer geschnitzten Rübe aus Donegal mit einem „verkniffenen, wütenden Gesicht“.

Quelle: Smithsonian Magazine